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Die Knochentumore

Wie im gesamten menschlichen Körper, können sich auch überall an den Knochen Tumore entwickeln. Reine Tumore an den Knochen, die sich aus dem Knochgewebe selbst herausbilden, gehören zu den seltenen Tumorerkrankungen. In den meisten Fällen von bösartigen Knochentumoren handelt sich um Metastasen, die sich ausgehend von einem Krebsherd im Körper auf die Knochen ausbreiten. Bei Tumoren am Knochen kann es ebenso wie an Organen im Körper, der Haut und anderen Körperregionen um gutartige Tumore oder bösartige Tumore handeln. Dabei gibt es verschiedene Formen der Knochentumore und der Art ihrer Entwicklung.

 

Verschiedene Knochentumore und Entwicklung

Insgesamt sind Knochentumore seltener als andere Tumorerkrankungen. Wenn von Häufigkeit gesprochen wird, muss dabei immer berücksichtigt werden, dass sich diese Häufigkeit auf den verhältnismäßig kleinen Kreis der Erscheinungsbilder bezieht. Bei Erwachsenen liegt der Anteil der bösartigen Knochentumore bei etwas 1 % der Krebserkrankungen insgesamt. Bei Kindern kann von einer Häufigkeit von etwa 3,5 % gesprochen werden.

Mit ungefähr von drei Fällen auf eine Million Einwohner im Jahr werden Osteosarkome beziffert, die zumeist in einem Alter zwischen dem 15. und dem 25. Lebensjahr auftreten. Es handelt sich hier um Tumore, die sich durch Wucherungen von Knochengewebe ausbilden.

 

 

 

Sie treten besonders in den Oberschenkel- und Unterschenkelknochen auf, wobei hiervon die meisten im Bereich der Oberschenkel diagnostiziert werden. Eine andere Form der Knochentumore sind die Chondrosarkome. Sie entstehen durch die Entartung von Knorpelzellen. Chondrosarkome werden mit etwa 20 % auf eine Millionen Einwohner im Jahr beziffert. Sie gehören jedoch auch unter den Knochentumoren zu den sehr seltenen Formen. Diese Art von Knochentumoren wird eher bei Menschen diagnostiziert, die das 40. Lebensjahr überschritten haben. Eine bestimmte Form des Knochenkrebses wird nach ihrem Entdecker Ewing als Ewing-Sarkom bezeichnet. Diese Krebsform wird mit etwa 0,6 % auf eine Million Einwohner pro Jahr beziffert.

 

Hier entsteht der Krebs aus dem Stützgewebe. Dabei handelt es sich um eine sehr aggressive Form von Krebs am Knochen, die besonders bei männlichen Kindern und Jugendlichen zwischen dem 10. und dem 15. Lebensjahr auftritt. Allerdings kann die Krankheit insgesamt bei einer Altersgruppe vom fünften bis zum 27. Lebensjahr vermehrt auftreten. Diese Tumoren befallen besonders die Ober- und Unterschenkelknochen, aber auch Schultergürtel und Becken. Darüber hinaus gibt es das Ewing-Sarkom auch als muskuläre Variante, die eine Muskelgruppe nahe dem Knochen befällt. Diese Tumoren entwickeln sich sehr schnellen und bilden schnell Metastasen in weiteren Knochen und der Lunge.

 

Ursachen und Risikofaktoren für die verschiedenen Knochentumore sind leider noch nicht so weit erforscht, wie die mancher anderen Krebsarten. Es wird davon ausgegangen, dass es zum Beispiel beim Ewing-Sarkom auch genetische Auslöser gibt. Vielfach finden sich bei den Patienten spezifische Chromosomen-Veränderungen. Alle Erkrankungen von Knochentumoren gehen mit dumpfen intensiven Schmerzen einher. Die Beweglichkeit wird zunehmend eingeschränkt. Im Falle des Ewing-Sarkoms können auch Symptome wie Fieber und starker Gewichtsverlust hinzukommen.

 

Diagnostik und Behandlung

Die Diagnose der Erkrankungen wird auf der Grundlage von hinweisenden Symptomen meist durch eine klinische Untersuchung gestellt. Hierbei werden vor allem bildgebende Verfahren wie die Röntgendiagnostik, CT, Magnetresonanz-Tomographie eingesetzt. Zusätzlich wird mithilfe der Gefäßdarstellung und der Skelettszintigraphie die Ausdehnung und das Entwicklungsstadium des Tumors bestimmt, sowie die Blutuntersuchung auf Tumormarker vorgenommen.

 

 

 

Bei einem Osteosarkom wird der Tumor lokal kontrolliert, vielfach operativ entfernt. Im Anschluss kann eine Chemotherapie angesetzt werden. Die Amputation ist heute keine häufige Behandlungsmethode mehr. Im weiteren Verlauf der Behandlung steht besonders die Wiederherstellung der Beweglichkeit im Vordergrund, die meist durch einen operativen Eingriff beeinträchtigt ist. Die Strahlentherapie wird während der Behandlung eher selten zur Anwendung gebracht.

 

Infolge der wenigen Hinweise auf sehr konkrete Ursachen der Entstehung der Tumore direkt an den Knochen und am Knorpelgewebe, können zu einer Prophylaxe keine maßgeblichen Maßnahmen benannt werden. Im Falle von Streuung von Tumorzellen aus einem anderen Krebsherd wird eine gezielte Behandlung einsetzen, die sowohl den streuenden Herd wie auch die Metastasen in den Knochen einbezieht. Schmerzen in Knochen und Gelenke, sowie in Gelenknähe, sollten ernst genommen werden, wenn sie häufig auftreten und sich steigern, eventuell die Beweglichkeit einschränken.

 

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

 


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  28.12.2011; 12:13:17 Uhr



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