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Arthroskopie - Untersuchungen der Gelenke

Arthroskopie Als Arthroskopie wird eine Untersuchung der Gelenke mittels eines Endoskops benannt. Arthroskopie ist die griechische Bezeichnung für eine Gelenkspiegelung. Bereits im Jahre 1918 wurde in Tokio die erste Arthroskopie erfolgreich durchgeführt. In den sechziger Jahren hat sich die Arthroskopie als eine relativ risikoarme und schonende Methode für die Gelenkdiagnostik und Therapie durchgesetzt. Das Arthroskop ist eine spezielle Art des Endoskops und besteht aus einem optischen System. Dieses optische System wird von Stablinsen gebildet und besteht weiterhin aus einer Lichtquelle, die meisten Systeme verfügen noch über eine Absaug- und Spülvorrichtung. Im Arthroskop befinden sich des Weiteren Arbeitskanäle, durch welche die für einen Eingriff erforderlichen chirurgischen Instrumente eingeführt werden können. In den meisten Fällen wird der chirurgische Eingriff mittels einer Kamera verfolgt, was für den Chirurgen eine wesentliche Arbeitserleichterung darstellt. Bei der Arthroskopie ist eine der Hauptvoraussetzungen das der Chirurg über eine ruhige Hand und einen guten Orientierungssinn verfügt.

 

Untersuchungen der Gelenke bei Beschwerden

 


Die Arthroskopie wird bei den verschiedensten Erkrankungen, Beschweren oder auch Verletzungen angewandt, dient sie doch der genaueren Diagnostizierung. Insbesondere kommt die Arthroskopie bei Knie- oder Schultergelenken sowie Hand- und Sprunggelenken zum Einsatz, aber auch bei kleineren Gelenken kann diese Art der Diagnostik angewandt werden, auch wenn sich hier die Anwendung etwas schwieriger gestaltet. Oftmals handelt es sich bei den meisten auftretenden Beschwerden, welche anhand der Arthroskopie abgeklärt werden, um Verschleißerscheinungen, Entzündungen oder auch Verletzungen der Gelenke. Die Gelenke werden dabei durch spezielle Optiken, die über kleine Hautschnitte eingebracht werden untersucht. Mit einer Arthroskopie ist es dem Chirurgen möglich, die Untersuchung der verschiedenen Strukturen der betreffenden Gelenke vorzunehmen. Ein klassischer arthroskopischer Eingriff ist somit eine Spiegelung und die Operation der erkrankten Gelenke über kleine Hauteinschnitte und der Hilfe von Videooptik. Für eine Arthroskopie erhält der Patient eine Vollnarkose, eine Regionalanästhesie oder auch nur eine örtliche Betäubung, dies richtet sich nach den gesundheitlichen Gegebenheiten des Patienten oder der Schwere des Eingriffs. Die Arthroskopie wird nicht als großer chirurgischer Eingriff gesehen, aber dennoch muss der Patient steril auf die Art der Operation vorbereitet werden, da man hier auch noch nicht weiß ob nach dem ersten Befund weiter behandelt werden muss. Eine Arthroskopie kann sowohl ambulant als auch stationär erfolgen. Nach der Narkose wird mithilfe einer Hohlnadel in das Gelenk, welches erkrankt ist, gestochen um hier eine Flüssigkeit einzuspritzen, dabei handelt es sich meist um eine Salzwasserlösung. Nun kann mit der eigentlichen Arthroskopie begonnen werden, dazu erfolgt ein kleiner Schnitt in die Haut, durch dies wird dann das Arthroskop eingeschoben. Nun ist es dem Arzt möglich sich über das Gelenk und dessen Strukturen einen genaueren Einblick zu verschaffen, zusätzlich zu dem Arthroskop verwendet der Arzt noch ein stabförmiges Instrument, durch welches ein Abtasten der Innenseitenstrukturen der Gelenke möglich wird. Eine Vergrößerungsoptik welche sich auf das Arthroskop aufsetzen lässt sorgt zusätzlich noch dafür das sich auch mikroskopische Strukturen genau bestimmen lassen. Sollte eine Erkrankung festgestellt werden, welche operativ gleich mit beseitigt werden kann, so erfolgt das über einen weiteren Hautschnitt, durch welchen im Anschluss die für die Operation notwendigen Instrumente eingeführt werden können, sollte der Einschnitt hierfür zu klein sein, so kann er noch geweitet werden. Über das Arthroskop kann der Chirurg jede Bewegung, welche er mit dem Operationsinstrument vornimmt, verfolgen und die Operation erfolgreich durchführen. Aber auch Gewebeproben lassen sich auf diese Art und Weise entnehmen, welche dann einer feingeweblichen Untersuchung unterzogen werden können. Ist der arthroskopische Eingriff erfolgreich beendet, so werden die Instrumente wieder herausgezogen und nun können, wenn erforderlich die Einschnittstellen mit Nähten versorgt werden.

 

 

 

 

Auf diese Art und Weise ist keine große Operation der Gelenke mehr erforderlich. Mit der Arthroskopie können aber auch Medikamente in die jeweiligen Gelenke injiziert werden. Insbesondere findet die Arthroskopie im Kniebereich bei Meniskuserkrankungen Anwendung, hier gilt es insbesondere Knorpel zu glätten oder zu entfernen, aber auch Risse in Sehen und Bändern können auf diese Art wieder erfolgreich vernäht oder verbunden werden. Der wohl größte Vorteil einer Arthroskopie liegt darin das die festgestellten Erkrankungen der Gelenke im gleichen Eingriff mit behoben werden können, ohne das das betroffene Gelenk aufgeschnitten werden muss. Des Weiteren erweist es sich auch als ein großer Vorteil, dass durch die Arthroskopie die durch eine richtige Operation bedingten Schmerzen deutlich geringer gehalten werden, da die Operationszugänge auch sehr viel kleiner sind. Die meisten Behandlungen im Rahmen der Arthroskopie können erfolgreich durchgeführt werden, doch ein Erfolg ist nicht in jedem Fall gegeben. Bei der erfolgreichen Anwendung der Arthroskopie ist eine schnelle Wiederherstellung der Funktionen sowie eine rasche Verbesserung der Beschwerden gegeben.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  22.06.2010; 22:14:53 Uhr



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