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Cholangiographie - Untersuchung der Gallengänge
Was ist eine Cholangiographie?
Eine Cholangiographie ist eine Untersuchung der Gallengänge, die mit einem Röntgengerät vorgenommen wird. Hierzu bekommt der Patient, vorab, ein Kontrastmittel gespritzt, um klare Röntgenbilder zu erhalten.
Warum wird eine Cholangiographie gemacht?
Wenn der Arzt eine Cholangiographie anrät, dann gibt es unklare Befunde der Gallenblase. Es kann auch sein, dass der Verdacht besteht, dass der Patient Steine im Gallengang hat. Das kommt dann vor, wenn ihm die Gallenblase entfernt wurde. Ebenso wird vor einer geplanten Operation an der Galle eine Cholangiographie durchgeführt.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Vor der Untersuchung ist es wichtig, dass der Patient nüchtern bleibt. Er darf vorher nicht essen, nicht trinken und nicht rauchen, denn so zieht sich die Galle nicht zusammen und der Arzt kann sie besser untersuchen.
Vor der Untersuchung klärt der Arzt den Patienten über den Ablauf der Untersuchung auf. Er befragt ihn über Beschwerden und Allergien. Da das Kontrastmittel Jod enthält, wird der Arzt fragen, ob der Patient eine Allergie gegen Jod hat. Bei Patienten, die ein Nierenleiden haben (besonders Blutzucker), ist bei der Jodgabe Vorsicht geboten, ebenso wie bei jemandem der unter einer Herzleistungsschwäche leidet oder eine Schilddrüsenüberfunktion hat.
Diese Patientengruppe muss dem Arzt ausdrücklich erlauben, Kontrastmittel zu verabreichen. Bei etwaigen Problemen während der Infusion, ist ein Arzt zur Stelle der Hilfe leisten kann. Sollte eine Vollnarkose geplant sein, klärt der Arzt den Patienten über diese Risiken auf und macht vorher eine Narkosetauglichkeitsuntersuchung.
Der Patient liegt in Seitenlage auf einer Liege und bekommt über die Vene ein jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt. Dieses Kontrastmittel wird über die Leber und die Gallenwege ausgeschieden. So kann der Arzt beim Röntgen genau feststellen, ob die Gallenwege verlegt sind.
Es werden in Abständen von einigen Minuten Aufnahmen gemacht. Dabei liegt der Patient in Schräglage.
Es gibt noch eine andere Art der Cholangiographie. Hier wird das Kontrastmittel unter Röntgenkontrolle direkt in die Gallengänge gespritzt. Eine weitere Untersuchungsart ist die Untersuchung mittels Endoskop. Das wird unter Röntgenkontrolle über den Mund in den Magen und weiter in die Galle geschoben. Der Vorteil bei der Untersuchung ist, dass hierbei gleich kleine Eingriffe vorgenommen werden können. Diese sind unter anderem das Absaugen von zertrümmerten Gallensteinen oder Gewebeprobenentnahmen (Biopsie).
Ebenso können verengte Gallengänge mittels einem Stant (Plastikröhrchen, das an der Engstelle eingesetzt wird) durchgängig gemacht werden. So wird dem Patienten eine größere Operation erspart, genauso wie eine weitere Untersuchung dieser Art. Diese Untersuchung ist für den Patienten unangenehm. Darum bekommt er ein Beruhigungsmittel und nimmt die Untersuchung in einer Art Dämmerschlaf wahr. Besonders ängstlichen Patienten kann auch eine Vollnarkose verabreicht werden.
Nach der Röntgenuntersuchung bekommt der Patient etwas zu essen. Das ist in den meisten Fällen Schokolade. Dieses wird Reizmahlzeit genannt. Danach wird er noch einmal geröntgt. Nachdem die Untersuchung abgeschlossen ist, bespricht der Arzt den Befund und wird ihm, im Zweifelsfalle, zu einer weiteren Untersuchung raten. Der Patient sollte nach der Untersuchung ungefähr 2 Liter Flüssigkeit trinken, so kann das Kontrastmittel schnell wieder ausgeschieden werden. Patienten die eine Narkose bekommen haben, müssen danach noch so lange in der Arztpraxis oder in der Klinik bleiben, bis die Wirkung vorbei ist.
Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen?
Da der Patient ein Kontrastmittel gespritzt bekommt das jodhaltig ist, können Allergien auf dieses vorkommen. Jedoch wird dies im Vorfeld mit dem Arzt abgeklärt. Wenn eine Gewebeprobe entnommen wurde, kann es zu leichten Nachblutungen kommen. Diese hören nach kurzer Zeit auf. Ist das nicht der Fall, so muss der Arzt verständigt werden, um die Ursache abzuklären. Patienten. Bei einer Vollnarkose bestehen die ganz normalen Narkoserisiken. Nach einer Gabe von Beruhigungsmittel darf der Patient 24 Stunden lang kein Fahrzeug lenken. Das gilt genauso nach einer Vollnarkose.
Bezahlen die Kassen die Kosten für die Untersuchung?
Als Vorsorgeuntersuchung ist die Cholangiographie nicht vorgesehen. Sollte der Patient aber Probleme haben und der behandelnde Arzt rät dringend zu einer solchen Untersuchung, werden die Kosten übernommen. Die Kosten für den Heimtransport nach einer Narkose oder einer Sedierung (Gabe von Beruhigungsmittel) muss der Patient selbst tragen. Diese werden von der Kasse nicht übernommen.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 13.02.2011; 10:27:00 Uhr