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Computertomografie - Untersuchung in der Röhre
Was ist eine Computertomografie?
Eine Computertomografie ist eine Untersuchung mit einem speziellen Röntgengerät. Die Kurzform von Computertomografie ist CT. Das Besondere an dem Gerät ist, dass es dreidimensionale Bilder vom Körper des Menschen macht. Das geschieht mittels mehrerer Röntgenkameras. Die Bilder, die vom Körper gemacht werden, werden an einen Computer gesendet. Umgangssprachlich wird ein CT „Röhre" genannt, weil der Patient in ein röhrenartiges Gerät geschoben wird.
Wann wird eine Computertomografie gemacht?
Es gibt verschiedene Gründe, einem Patienten mit einer Computertomografie zu untersuchen. Das kann die Suche nach einem Tumor sein, aber auch die Beurteilung von Verletzungen. Mit dem CT lassen sich Geschwulste sehr genau lokalisieren und auch die Größe feststellen. Bei einer herkömmlichen Röntgenuntersuchung kann unter Umständen kein Tumor gefunden werden, weil ein Knochen davor liegt. Da das CT den Patienten von allen Seiten fotografiert, kann auf diese Weise auch Knochenbrüche nach einem Unfall genauer untersucht werden.
Ein CT hat eine höhere Grauabstufung als ein normales Röntgengerät, darum sieht der Arzt auch die defekten Stellen im Körper des Patienten viel besser.
Nach erfolgreicher Krebsoperation wird ein CT gemacht, um zu sehen, ob der Krebs Metastasen gebildet hat, bzw. vollständig entfernt wurde. Während einer Chemotherapie wird der Verlauf der Therapie kontrolliert, also nachgesehen, wie der Tumor darauf reagiert.
Nach Knochenbrüchen, die eventuell mechanisch (also mittels Schrauben oder Platten) stabilisiert wurden, wird der Heilungsverlauf ebenfalls mit der Computertomografie kontrolliert.
Wie läuft eine Computertomografie ab?
Erst klärt der Arzt den Patienten über den Ablauf der Computertomografie auf. Manche Patienten haben Angst vor engen Räumen. Obwohl das CT nicht den ganzen Patienten umschließt, sondern nur den Teil, der untersucht wird, könnten manche Platzangst bekommen. Der Arzt wird dann dem Patienten ein Beruhigungsmittel geben, um die Untersuchung angenehmer zu machen. Metallteile wie Ohrringe, Halsketten, Fingerringe, Arm - oder Fußkettchen müssen vor der Untersuchung abgenommen werden. Nachdem diese Vorsichtsmaßnahmen abgeschlossen sind, muss sich der Patient auf eine Liege legen. Dann fährt der Untersuchungstisch bis zu der Stelle, wo die Computertomografie stattfinden soll.
Der Arzt verlässt den Raum, ist aber über eine Gegensprechanlage mit dem Patienten verbunden und im Notfall kann dieser Probleme melden. Im Extremfall wird dann die Untersuchung abgebrochen. Es könnte sein, dass der Patient nur ein wenig Angst hat. Dann wird ihn der Arzt über die Gegensprechanlage beruhigen und Mut zusprechen. Nun werden von dem Patienten Röntgenbilder angefertigt und diese werden direkt an einen Computer gesendet. Von dort aus kann sie der Arzt sofort sehen. Da das CT den Körper in Schichten fotografiert, kann der Arzt den Körper scheibchenweise sehen und Auffälligkeiten sofort erkennen.
Welche Risiken oder Nebenwirkungen bestehen bei der Computertomografie?
Da das CT mit Röntgenstrahlen arbeitet, ist der Patient der Strahlenbelastung ausgesetzt. Leider ist diese höher als bei einem herkömmlichen Röntgengerät. Darum wird der Arzt nur dann zu einer solchen Untersuchung raten, wenn es unbedingt notwendig ist. Die Untersuchung selbst ist schmerzlos und auch nicht unangenehm. Patienten, die ein Beruhigungsmittel bekommen haben, sind nach der Untersuchung noch benommen und dürfen kein Fahrzeug lenken. Da kein Kontrastmittel für das CT erforderlich ist, fällt auch diese Nebenwirkung weg.
Da Schwangere sich keiner Röntgenstrahlung aussetzen dürfen, darf sich eine Frau, die in anderen Umständen ist, keiner Computertomografie unterziehen. Eine Ausnahme ist, wenn das CT lebensnotwendig ist. Diese Entscheidung für das Pro oder Kontra fällt der Arzt. In den meisten Fällen wird der Arzt zu der Untersuchung raten.
Bezahlen die Kassen eine Computertomografie?
Wenn die Krankheit des Patienten eine Computertomografie erforderlich macht, übernehmen die Kassen die Kosten für das CT. Das gilt auch für die Kontrollen nach einer erfolgten Krebsbehandlung. Als Vorsorgeuntersuchung ist eine Computertomografie nicht vorgesehen. Die Kosten, die entstehen, wenn der Patient ein Beruhigungsmittel bekommen hat und deswegen ein Taxi beauftragen muss ihn nach Hause zu bringen, übernehmen die Kassen nicht. Diese muss der Patient selbst tragen.
Heilpraktiker Felix Teske
© Bergringfoto - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 14.02.2011; 11:36:55 Uhr