Newsletter abonnieren.
Computertomogramm - Wissenswertes über ein CT
Was ist ein Computertomogramm?
Ein Computertomogramm ist ein Gerät, das mit Röntgenstrahlen arbeitet, jedoch eine dreidimensionale Aufnahme von Körpern macht. Dass können nicht nur Personen sein, sondern auch Gegenstände. Bei archäologischen Funden wird dieses Computertomogramm ebenso eingesetzt. Das Wort Tomogramm entstand aus dem griechischen. Tome heißt übersetzt Schnitt und graphein bedeutet schreiben. Das kommt daher, weil der Patient scheibchenweise geröntgt wird, also lauter Schnittbilder entstehen.
Seit wann gibt es ein Computertomogramm?
Der österreichische Mathematiker Johann Radon entwickelte 1917 ein mathematisches Verfahren. Damals konnte man es jedoch noch nicht anwenden, ist aber die Basis für die Berechnung dreidimensionaler Bilder. Erst in den späten 50er - und frühen 60er Jahren baute der Elektrotechniker Godfrey Hounsfield einige Prototypen. Er musste das Problem der Berechnung allerdings selbst lösen. Hounsfield erfuhr zufällig im Jahr 1972 von den Berechnungen, die Radon entwickelte.
Die erste CT - Aufnahme eines Menschen wurde 1971 gemacht. Vorher war das CT im Versuchsstadium, wo Tiere untersucht wurden. 1979 erhielt Hounsfield zusammen mit seinem Kollegen Cormack, der sich auch an der Entwicklung beteiligt hat, den Nobelpreis für Medizin. Das erste CT wurde von der Firma EMI hergestellt und wurde in einem Londoner Krankenhaus das erste Mal als Untersuchungsgerät eingesetzt.
Wie funktioniert ein Computertomogramm?
Ein Computertomogramm, kurz CT genannt, macht viele Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Positionen. Dazu sind mehrere Apparate, die die Aufnahme machen, in einem Ring eingebaut. Innerhalb des Rings ist eine Liege, auf die sich der Patient legen muss. Der Arzt lokalisiert erst, welcher Bereich untersucht werden muss, und fährt dann die Liege mit dem Patienten in die richtige Position.
Dann verlässt er den Raum, um nicht unnötigen Röntgenstrahlen ausgesetzt zu werden. Das ist beim normalen Röntgen auch der Fall. Danach bewegt sich die Liege langsam und die Aufnahmen werden gemacht. Bei den modernen Geräten werden die Daten gleich an einen Computer übertragen. Eine veraltete Version ist die, dass viele Röntgenbilder angefertigt wurden, die der Arzt in eine Lichttafel klemmen musste, um sie ansehen zu können. Diese Methode wird aber heute kaum mehr angewandt.
Die Bilder die das CT macht sind schwarz - weiß, haben allerdings eine größere Grauabstufung als ein normales Röntgengerät. Das erleichtert dem Arzt die Diagnose, da er die Organe und deren Auffälligkeiten besser unterscheiden kann.
Am Computer sieht der Arzt jedes Bild genau an, und kann so erkennen, ob der Patient einen Tumor hat, oder ob, und in welcher Intensität ein Knochenbruch vorliegt. Diese Untersuchung erleichtert eine nachfolgende Operation, da der Arzt schon im Vorfeld weiß, was ihn bei der Operation erwartet. Sollte der Befund trotzdem unklar sein, so wird der Arzt eine andere Art der Untersuchung anordnen. Das könnte eine Magnetresonanzuntersuchung sein.
Wann wird das Computertomogramm eingesetzt?
Es gibt viele Möglichkeiten, wann ein CT zum Einsatz kommt. Das kann eine Tumorlokalisation sein, oder auch um Knochenbrüche zu erkennen, die am normalen Röntgenbild nicht, oder nur schwer erkennbar sind. Ein Tumor der Lunge kann beim normalen Röntgen unter Umständen nicht erkannt werden, weil die Rippen davor sind.
Da der CT aus allen Richtungen Bilder des Körpers macht, ist ein Tumor so leichter zu erkennen. Ebenso kann der Arzt die Größe des Tumors oder das Ausmaß der Verletzungen mit dem CT besser beurteilen. Vor allem bei Unfällen, bei denen der Kopf betroffen ist, wird in der Klinik fast immer ein CT gemacht.
Vorteile und Nachteile des CT
Ein klarer Vorteil des CT ist der, dass der Arzt eine genauere Diagnose stellen kann. Der Nachteil ist, dass der Patient einer höheren Strahlung ausgesetzt wird, als beim normalen Röntgen. Darum wird ein CT nur dann gemacht, wenn es unbedingt notwendig ist, um so den Patienten nicht zu sehr zu belasten. Die Untersuchung selbst ist schmerzlos und ohne Nebenwirkung, da kein Kontrastmittel gegeben werden muss.
Bezahlen die Kassen die Kosten für die CT - Untersuchung?
Wenn eine Untersuchung notwendig ist, tragen die Kassen die Kosten hierfür. Als Vorsorgeuntersuchung ist ein CT nicht vorgesehen. Das hat mehrere Gründe. Erstens ist eine Untersuchung sehr teuer, und zweitens soll der Patient nicht unnötig der Strahlenbelastung ausgesetzt werden.
Heilpraktiker Felix Teske
© picsfive - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 13.02.2011; 11:42:07 Uhr