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Darmuntersuchung - Vorsorge gegen Krebs
Wann wird eine Darmuntersuchung gemacht?
Eine Darmuntersuchung wird zur Krebsvorsorge gemacht. Ein weiterer Grund eine Untersuchung vornehmen zu lassen, sind Blut im Stuhl, Durchfall, Verstopfung oder zur Nachsorge nach einer erfolgten Krebsoperation. Polypen, die sich gern im Darm bilden, können in späterer Folge zu Krebs werden, daher wird eine regelmäßige Untersuchung des Darms empfohlen.
Wie läuft eine Darmuntersuchung ab?
Der Arzt klärt den Patienten genau über den Ablauf der Untersuchung ab und fragt nach den Vorerkrankungen und eventuellen Beschwerden. Ebenso ist für den Arzt interessant, ob Darmkrebserkrankungen innerhalb der Familie vorliegen.
Vor der Untersuchung muss der Patient einiges beachten. Etwa drei Tage vor der Untersuchung muss der Patient Schonkost einhalten. Das heißt er verzichtet auf Rohkost und auf Vollkornprodukte. Zwei Tage vorher darf er nur noch Flüssigkeiten zu sich nehmen. Einen Tag vorher muss er ein Abführmittel nehmen, um den Darm zu reinigen. Am Tag der Untersuchung bekommt der Patient in der Klinik oder der Arztpraxis eine mineralhaltige Lösung zu trinken. Diese ist mit Aromen versetzt und schmeckt angenehm. Mit dieser Lösung wird der Darm noch mal gereinigt.
Wenn der Darm dann leer ist, beginnt der Arzt mit der eigentlichen Untersuchung. Dazu verwendet der er einen dünnen Schlauch, an dem eine Vorrichtung zur Entnahme von Gewebeproben ist. Ebenso sind an der Spitze eine kleine Kamera und ein Licht angebracht. Dieses Gerät nennt man Koloskop. Der Patient muss sich auf die Seite legen, dann führt der Arzt vorsichtig das Koloskop ein. Damit es gut in den Darm gleitet, trägt der untersuchende Arzt ein Gleitmittel auf. Während der Untersuchung bläst der Arzt Luft in den Darm, damit er ihn besser untersuchen kann. Die Kamera auf dem Koloskop ist dreh- und schwenkbar, so dass der Arzt den gesamten Darm gut untersuchen kann. Auf einem Monitor kann der Arzt sehen, ob verändertes Darmgewebe oder Polypen vorhanden sind. Wenn nötig, wird der Arzt eine Gewebeprobe entnehmen oder gleich während der Untersuchung Polypen entfernen.
Die Darmspiegelung ist etwas unangenehm, darum kann dem Patienten vorher ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben werden. Danach darf er kein Fahrzeug lenken. Eine andere Methode den Darm zu untersuchen bietet die Computertomografie. Diese ist für den Patienten angenehmer, allerdings können hier keine Polypen entfernt, oder Gewebeproben entnommen werden. Bei der Computertomografie muss der Patient am Vortag ebenfalls ein Abführmittel einnehmen.
Derzeit wird eine neue Methode zur Darmuntersuchung getestet. Hierbei schluckt der Patient eine Metallkapsel, in der vorne und hinten eine Kamera eingebaut ist und so Bilder an einen Computer schickt. Da um den Patienten ein Magnetfeld ist, kann der Arzt die Kapsel von außen dorthin steuern, wo die Untersuchung stattfinden soll. Das Schlucken der etwa 3 cm langen und 1 cm dicken Kapsel ist angenehmer, als wenn ein Schlauch geschluckt werden muss, oder man einen Schlauch über den After eingeführt bekommt.
Nachdem die Untersuchung abgeschlossen ist, bespricht der Arzt das Ergebnis mit dem Patienten. Eventuell rät er ihm auch sich einer weiteren Untersuchung zu unterziehen, um den Befund abzuklären.
Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?
Die Untersuchung ist risikolos, nur etwas unangenehm. Selten kann es passieren, dass die Darmwand verletzt wird. Blutungen nach einer Gewebeprobeentnahme oder Entfernung von Polypen kommen häufiger vor, verschwinden aber meist nach einem Tag. Wenn die Blutungen länger anhalten, muss der Arzt verständigt werden. Allergische Reaktionen auf das Gleitgel oder das Beruhigungsmedikament können ebenfalls vorkommen. Diese sind aber gut zu behandeln, bzw. verschwinden nach einiger Zeit von selbst.
Übernehmen die Kassen die Kosten für eine Darmuntersuchung?
Eine Darmuntersuchung ist im Rahmen der Krebsvorsorge vorgesehen und die Kassen übernehmen die Kosten für die Darmspiegelung. Personen, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, haben das Recht sich jährlich einer solchen Untersuchung zu unterziehen. Die Kosten für den Heimtransport, wenn der Patient ein Beruhigungsmittel bekommen hat, werden allerdings nicht übernommen.
Sollte eine Computertomografie des Darms gewünscht werden, so sind die Kosten selbst zu tragen. Diese belaufen sich auf ungefähr 200 Euro. Auch die Kosten für die Nachuntersuchung nach erfolgter Krebsoperation werden von den Krankenkassen bezahlt. Wenn aus bestimmten Gründen in kurzen Abständen eine Darmuntersuchung gemacht werden muss, bezahlen die Krankenkassen selbstverständlich auch diese.
Heilpraktiker Felix Teske
© regine schöttl - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 11.02.2011; 08:17:49 Uhr