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Magenuntersuchung - Die Entstehung der Gastroskopie

Ein Arzt namens Phillip Bozzini entwarf 1807 ein Zystoskop, was aus einer Wachskerze, einen Konkavspiegel und einen, für Körperöffnungen abgestimmten Spekula, zusammengesetzt war. Damit wurde die Blase untersucht. Da man mit der Kerze nicht viel Erfolg hatte, stellte Dr. Desormeaux 1853 ein Endoskop her, welches mit dem Schein einer Gasogenlampe arbeitete und außerdem viel dünner war. Dadurch konnten effektivere Resultate erbracht werden. Die erste Gastroskopie nahm ein Mann namens Kussmaul 1868 an einer Person vor. Jedoch waren wegen des Magenschleims und der geringen Einsicht die Resultate noch immer schlecht.
Maximilian Nitze, ein Urologe stellte 1879 ein Zystoskop vor, welches er mit Josef Leiter entworfen hat. Zusammengesetzt aus besserer Prismen- und Spiegeltechnik verbunden mit einem Platinglühlicht, das zur Beleuchtung benutzt wurde.
Josef Leiter erstellte gemeinsam mit Johann Mikulicz-Radecki 1881 ein weiteres Gastroskop, dessen Licht aus einem Platinglühfaden bestand, das zu heiß war. Deshalb wurde das Gerät mit Kanälen versehen, durch denen Wasser fließt, damit Kühlung entsteht.
Die Verabreichung von Morphium, sowie die Linksseitenlage haben die Voraussetzungen der Untersuchung bedeutend besser gemacht. Das halbflexible Endoskop, von Rudolf Schindler 1931 präsentiert, war so gelenkig, dass es sich ohne Anstrengung den Öffnungen anglich.
Auf dem 1. Weltkongress für Gastroenterologie 1958 wurde das von Hirchowitz höchst bewegliche Glasfaser-Endoskop präsentierte. Immer noch stand das Problem mit der Beleuchtung im Raum, das sich aber 1962 löste, durch die Erfindung von Wolf mit dem Kaltlicht. Verwendung findet das Gastroskop heute bei der Untersuchung des Magens und des Zwölffingerdarms.
Wie verläuft das Vorgespräch?
Der Arzt erkundigt sich über Vorerkrankungen des Patienten. Je nach dem wird statt einer ambulanten, eine stationäre Untersuchung vereinbart. Auch das Angeben der Medikamente ist sehr wichtig. Das ist notwendig, um beispielsweise die richtige Dosis für die Beruhigungsspritze zu ermitteln.
Wann wird diese Untersuchung durchgeführt?
Wenn man unter Beschwerden leidet, wie Sodbrennen, Probleme hat beim Schlucken, unter Übelkeit leidet oder ein Verdacht auf Magenkrebs besteht, wird diese Magenspiegelung durchgeführt. Auch können verschluckte Fremdkörper mit dem Einsatz einer Gastroskopie wieder beseitigt werden.
Diese Art der Magenuntersuchung ist völlig ungefährlich, nur dass das Schlucken des Schlauches meistens für den Patienten ein Problem darstellt und diese deshalb unsolidarisch sind. Es ist auch möglich, eine Rachenanästhesie in Anspruch zu
Polypen, welche sich am Magen oder am Zwölffingerdarm befinden, können ebenfalls entfernt werden.
Um bei einer Operation im Magenbereich alles gut einsehen zu können, wird das Gastroskop auch dort angewendet. Sobald die Rachenanästhesie nachgelassen hat, ist das Essen wieder erlaubt, sofern nicht ein Fremdkörper entfernt oder ein Polypol abgetragen wurde, denn dann gelten andere Regeln für den Patienten.
Wie läuft die Magenspiegelung ab?
Wenn das Gespräch mit dem Arzt beendet ist und der Patient über alles aufgeklärt wurde kann es losgehen. Er kann sich nun entscheiden, ob er eine örtliche Betäubung wünscht oder es lieber schlafend hinter sich bringen möchte. Entscheidet man sich für die Rachenanästhesie, kann man ungefähr zwei Stunden danach weder essen noch trinken. Außerdem darf in den nächsten 24 Stunden, nachdem die Untersuchung erfolgte nicht das Auto gefahren, noch das Fahrrad benutzt werden, da man von dem Beruhigungsmittel noch eingeschränkt ist. Empfehlenswert ist, wenn man eine Begleitung zur Untersuchung mitbringt, die dann auf das Wohl des Patienten achtet.
Hat der Patient Zahnersatz, muss dieser aus dem Mund genommen werden. Nun wird das Endoskop in den Mund getan, weiter geschoben durch die Speiseröhre, weiter bis in den Magen, bis hin zu dem Zwölffingerdarm.
Es werden normalerweise zwei Gewebeproben aus dem Magen entnommen. Das tut nicht weh. Man untersucht diese Proben dann unter dem Mikroskop.
Diese Untersuchung dauert ungefähr, je nach Arzt, fünf bis zehn Minuten. Wichtig ist, dass man 6 Stunden vor der Untersuchung eine feste Nahrung zu sich nehmen darf und 2 Stunden vorher nichts trinken darf. Aber sobald die Untersuchung vorbei ist und keine Medikamente eingenommen werden mussten, ist es dem Patienten gestattet wieder normal zu essen und trinken ist auch wieder möglich.
Bezahlt die Krankenkasse die Gastroskopie?
Man sollte erst zu seinem Hausarzt gehen, wenn man Beschwerden hat. Nachdem der Arzt seine Diagnose gestellt hat, wird er eine Überweisung ausschreiben. Dann trägt die Krankenkasse die Kosten.
Heilpraktiker Felix Teske
© marilega - Fotolia.com
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 29.01.2011; 10:03:18 Uhr