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PAP-Test - Krebsabstrich zur Vorsorge
Der Name Pap kommt von dem, aus Griechenland stammenden Arzt, George Papanicolaou, der 1928 den Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs entwickelte. Anhand von anders gefärbter Zellen beim Zellabstrich, werden die Krebszellen erkannt.
So wird der Test durchgeführt:
Der Patientin wird mittels Spatel oder Wattestäbchen ein Abstrich (kleine Probe) aus dem Gebärmutterhals genommen. Dieser wird auf einen Objektträger gestrichen und mit Alkohol fixiert. Danach tropft der Arzt eine Farblösung drauf. Anhand der Veränderung der Farbe kann der Arzt sehen, ob in dem Abstrich Krebszellen vorhanden sind. Außerdem bietet der Test dem Arzt Hinweise auf Hormonstatus und Zyklusphase, Entzündungen, Herpes, Chlamydien und mehr. Chlamydien sind Viren, die Schleimhäute betreffen. Je nachdem wo sie vorkommen, können sie bis zur Erblindung oder Unfruchtbarkeit führen.
Der Pap - Test ist zu 80 bis 90% sicher. Wenn er in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird, kann Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Je früher man den Krebs erkennt umso höher sind die Heilungschancen.
Auswertung des Pap Testes
Bei der Auswertung des Pap - Tests gibt es mehrere Stufen des Befundes.
Pap 0 bedeutet der Abstrich ist unbrauchbar.
Pap I wäre ein normaler Befund, das heißt, es ist alles in Ordnung.
Bei Pap II ist eine erhöhte Anzahl von Bakterien vorhanden. Eine Kontrolle soll nach einigen Monaten erfolgen.
Pap III: Es sind Zellveränderungen festgestellt worden, die weiter untersucht werden müssen. Diese sind weder als gut- noch als bösartig erkennbar.
Pap IV: Hier könnten Krebszellen vorhanden sein. Das ist aber noch kein Grund zur Beunruhigung. Erst durch weitere Untersuchungen wird der Arzt feststellen, ob es auch wirklich Krebs ist.
Pap V deutet auf einen Tumor hin. Wenn beim Befund neben Pap w steht, heißt das, dass der Abstrich wiederholt werden muss, ein k sagt, dass eine genaue Kontrolle erforderlich ist. Das kann dann durch andere Untersuchungsmethoden erfolgen. Der Arzt wird eine Biopsie vornehmen. Eine Biopsie ist die Entnahme einer Gewebsprobe. Die wird im Labor noch genauer untersucht.
Nach zwei bis drei Tagen ist der Pap - Test ausgewertet und das Ergebnis liegt vor.
Wann soll der Test zur Krebsvorsorge gemacht werden?
Vor der Untersuchung ist zu beachten, dass man zum Untersuchungszeitpunkt keine Menstruation hat, bzw. nach der Menstruation fünf Tage warten soll, bis der Abstrich gemacht werden kann. Die Menstruation kann andernfalls das Ergebnis verfälschen.
Drei Tage vor der geplanten Untersuchung darf die Patientin keine Vaginalcremes, Gleitmittel oder Spermizide verwenden.
Zwei Tage vor der Untersuchung darf die Patientin keinen Geschlechtsverkehr haben.
Wenn diese Punkte nicht beachtet werden, kann das Ergebnis falsch, bzw. unbrauchbar sein.
Es wird empfohlen, den Pap - Test jährlich durchführen zu lassen um etwaige Veränderungen so schnell wie möglich feststellen zu können, und demnach die Heilungschancen zu erhöhen.
Die Krankenkassen bezahlen den Pap - Test im Rahmen der Krebsvorsorge, die Kosten für den HPV - Test werden allerdings nicht von allen Kassen übernommen.
Es gibt auch die Möglichkeit, sich gegen Gebärmutterhalskrebs impfen zu lassen. Die Impfung kostet ungefähr 150 Euro, für alle drei Teilimpfungen wären also ca. 450 Euro kosten. Für Mädchen und junge Frauen zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten für diese Impfung. Es wäre von Vorteil, wenn der Impfzyklus (3 Injektionen) vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen wäre.
Wenn die Krankenkasse der Patientin die IGeL (individuelle Gesundheitsleistung) bezahlt, so fällt für die Patientin nur ein kleiner Betrag an Zuzahlung für die Impfung an.
Eine Impfung bietet keinen 100%-igen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs und es sollte trotzdem eine jährliche Untersuchung beim Frauenarzt erfolgen.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 26.01.2011; 01:56:08 Uhr