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Stuhluntersuchungen beim Facharzt
Die Untersuchung des menschlichen Stuhls (Kot) gibt Aufschluss über mögliche Krankheitserreger, wie zum Beispiel Bakterien und über Blutbeimengungen im Stuhl. Findet sich Blut im Stuhl ist dies in den meisten Fällen ein erstes Anzeichen einer Krankheit und muss durch den Arzt genau abgeklärt werden. Zahlreiche Bakterien können aber auch in einem gesunden Darm, insbesondere dem Dickdarm, vorkommen.
Nach welchen Kriterien erfolgt eine Stuhluntersuchung?
- nach der Beschaffenheit, das heißt welche Form hat der Stuhl, flüssig, ungeformt oder geformt
- nach der Menge, der menschliche Körper scheidet innerhalb 24 Stunden im Durchschnitt 100 - 200 Gramm Stuhl ab
- nach der Farbe, ist der Stuhl zum Beispiel, braun, schwarz, grau oder weiß
- nach dem Geruch, riecht dieser „normal" oder ist es ein sehr starker, verwesungsähnlicher Geruch
- befindet sich Blut im Stuhl
Was verrät uns, unser Stuhl?
Leichte Blutspuren auf dem Stuhl, können auf Hämorrhoiden zurückzuführen sein und sollte von einem Arzt abgeklärt werden.
Schwarzer Stuhl, auch Teerstuhl genannt, kann auf Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt hinweisen. Das Blut verändert sich durch die Magensäure, wodurch es den Stuhl schwarz aussehen lässt.
Finden sich hellrote Blutauflagerungen auf dem Stuhl oder sind diesem beigemischt, so lässt dies auf Blutungen aus dem unteren Darmbereich schließen oder auf starke Blutungen aus dem etwas höheren Darmabschnitt.
Durchfall kann ein Hinweis aus Viren, Bakterien oder Parasiten im Stuhl sein. Bei länger anhaltendem Durchfall sollte ein Arzt aufgesucht werden, da sonst eine Austrocknung drohen kann.
Grau verfärbter Stuhl kann ein Hinweis auf einen vermehrten Fettausschuss deuten und weißer Stuhl wird durch Störungen des Gallenabflusses verursacht.
Blutbeimengungen, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind, sogenanntes okkultes (verstecktes) Blut, können nur mit einem Hämoccult - Test (Papierstreifentest) festgestellt werden. Ein Hämoccult - Test ist ein Papiersteifentest in Form eines kleines Briefchens. Auf diesen gibt man eine geringe Menge des Stuhls und lässt es trocknen. Anschließend wird der Teststreifen mit einer speziellen Lösung beträufelt, die sich, sofern sich Blut im Stuhl befinden, nach ca. 30 - 60 Sekunden Blau verfärbt. Bleibt der Teststeifen unverändert, sind keine Blutspuren im Kot enthalten. Dieser Test ermöglicht es auch, Darmpolypen, die Vorstufe von Darmkrebs sein können, frühzeitig zu erkennen.
Ein Hämocculttest kann zu Hause gemacht werden, hierfür erhält der Patient vom Arzt ein Papierheftchen oder ein Röhrchen mit Verschluss, an dessen ein Löffel angebracht ist. Mit diesem entnimmt man ein bisschen Kot und füllt diesen in das Röhrchen oder streicht ein klein wenig in das Papierheftchen, auf die dafür vorgesehene Stelle. Das Röhrchen oder Papierheftchen wird gut verschlossen und zur Analyse dem Arzt gebracht. Sofern der Arzt nicht selbst die Möglichkeit hat, die Stuhlprobe zu untersuchen, erfolgt dies in einem speziellen Labor. Die Untersuchungsergebnisse liegen in der Regel bereits nach wenigen Tagen vor. So können erste, kleinste Blutspuren zuverlässig und sicher festgestellt werden und mögliche Erkrankungen werden so früh erkannt. Eine Früherkennung eventueller Erkrankungen kann entscheidet über den weiteren Verlauf und Heilungschancen sein.
Warum überhaupt zur Stuhluntersuchung?
Alle möglichen Giftstoffe und Verdautes werden täglich über unser Darmsystem abgesondert, da ist es umso wichtiger, dass dies funktioniert und mögliche Erkrankungen frühzeitig erkennt. Wenn sich bereits Beschwerden im Magen-Darm-Bereich zeigen, kann dies unter Umständen schon zu spät sein und eine Krankheit, wie zum Beispiel ein Tumor, schon sehr weit Fortgeschritten sein.
Frauen, gleichermaßen wie Männern ab 35 Jahren, wird empfohlen, regelmäßig eine Stuhluntersuchung, beim Arzt durchführen zu lassen. In einigen Fällen berechnet hierfür der Arzt eine Gebühr in Höhe von 15,00 Euro, da die Krankenkassen diese Untersuchung im Rahmen der Krebsvorsorge erst ab einem Alter von 50 Jahren übernehmen. Personen, die diese Untersuchung jedoch bereits ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig durchführen lassen, haben ein wesentliches kleineres Risiko an Darmkrebs zu sterben. Der Hämoccult - Test dient also der Krebsfrüherkennung. Des Weiteren lassen sich mit diesen Papiersteifentest eventuelle Darmpolypen oder Ausstülpungen der Darmwand (Darmdivertikel) feststellen.
Heilpraktiker Felix Teske
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Artikel wurde zuletzt geaendert am: 11.01.2011; 00:17:17 Uhr