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Das Gehirn

Gehirn Der Zentralcomputer unseres Körpers ist das Gehirn. Ein äußerst komplexes Organ, dessen Erforschung trotz großer Fortschritte, immer noch in den Kinderschuhen steckt. Ohne Gehirn kann kein Mensch leben. Hier werden alle unsere Körperaktivitäten gesteuert, wie Herzschlag, Atmung, Bewegung, aber auch unsere Wahrnehmung. Egal, ob wir etwas riechen, sehen, schmecken, oder fühlen, erzeugt einen bestimmten Reiz, der in Bruchteil von Millisekunden zum Gehirn geleitet und dort verarbeitet wird. Unser Gehirn ist das aktivste Organ des Körpers. Es befindet sich niemals im völligen Ruhezustand, ist immer am arbeiten, auch nachts, wenn wir schlafen. Sein Verbrauch an Glucose ist enorm. Der Großteil von Glucose wird allein vom Gehirn verbraucht um daraus Energie herzustellen. Die Proteine im Gehirn werden etwa alle 3 Wochen komplett ersetzt. Damit das Gehirn keinen Schaden nimmt, benötigt es ständig frisches, mit Sauerstoff angereichertes Blut. Wird diese Blutzufuhr auch nur für 10 Sekunden unterbrochen, verliert der Mensch das Bewusstsein. Wird die Sauerstoffzufuhr länger, als 10 Sekunden unterbrochen, ist mit schweren Hirnschäden zu rechnen.

 

Gehirn Schädelknochen bestehen aus mehreren Teilen

 

 

Unser Gehirn wird nicht nur vollständig von Knochen (Schädel) umgeben, sondern wird zusätzlich von Hirnhäuten geschützt. Zwischen Hirnhaut und Gehirn befindet sich eine klare Flüssigkeit, der Liquor. Somit ist unser Gehirn quasi wassergelagert und schwebend. Jeder hat mal einen Schädel (Skelett) gesehen. Die Schädelknochen bestehen aus mehreren Teilen, die miteinander verbunden sind. Trotzdem weisen sie spezielle Öffnungen auf, durch die das Gehirn mit den Nerven, Arterien und Venen verbunden wird. Die größte dieser Öffnungen befindet sich am Hinterkopf und wird als "Hinterhauptloch" genannt. Diese Öffnung ermöglicht es, den Hirnstamm mit dem Rückenmark zu verbinden. Die Hirnhäute, die Rückenmark und Gehirn schützend und funktionell umgeben, bestehen aus drei Schichten. Die harte Hirnhaut (Dura Mater), sowie die beiden Hirnhäute, Spinngewebshaut (Arachnoidea) und weiche Hirnhaut (Pia Mater) erfüllen nicht nur eine schützende Funktion. Zwischen den weichen Hirnhäuten (Arachnoidea und Pia Mater) befindet sich ein Zwischenraum, der mit dem klaren, flüssigen Liquor gefüllt ist. Der Liquor besteht nur aus Wasser, Salz, Glucose, Kalium und ein wenig Proteinen. Die Blut-Gehirn-Schranke ist mit Sicherheit für alle ein Begriff, nicht aber, wozu diese Schranke dient. Diese Schranke können nur ganz wenige Substanzen passieren, alles andere bleibt außen vor. Solche Substanzen sind bestimmte, sehr kleine Moleküle, beispielsweise von Glucose, O2, und andere, hydrophobe Substanzen. Hydrophobe Substanzen sind beispielsweise Hormone.

 

Es gibt Großhirn, Kleinhirn und Nachhirn


Das Gehirn wird in drei größere Teile aufgeteilt. Großhirn, Kleinhirn und Nachhirn. Die einzelnen Großteile werden dann noch in weitere kleinere Teile aufgeteilt. Alle Gehirnteile erfüllen wichtige Funktionen. Das Großhirn ist der Bereich des Gehirns, der die höchste Entwicklungsstufe besitzt. Es besteht aus zwei Großhirnteilen, die durch den Balken miteinander verbunden sind. Charakteristisch für das Großhirn sind die zahlreichen Windungen, die bei jedem Menschen unterschiedlich sind. Zusätzlich werden die beiden Großhirnhälften noch in unterschiedliche Lappen unterteilt. Das Großhirn ist hauptsächlich mit dem Bewusstsein verbunden, zudem dient es auch als Reiz-Zentrale. Alles, was wir wahrnehmen können, sind Reize, die bis zur Großhirnrinde vordringen können. Signale, die wir empfangen, z. B. durch die Ohren und die Augen, aber auch von der Körperoberfläche (Kälte, Wärme, Berührung etc.), werden hier verarbeitet. Das Kleinhirn wird in drei Teilbereiche aufgeteilt. Im Kleinhirn werden Gleichgewicht, Muskeltonus und die gesamte Muskelbewegung koordiniert. Das Zwischenhirn besteht wiederum aus 4 Teilen. Im Einzelnen sprechen wir hier vom Thalamus, Hypothalamus, Subthalamus und Epithalamus. Während im Thalamus die Bereiche für sensorische und motorische Funktionen und des zentralen Nervensystems sitzen, werden im Hypothalamus (hier in der Hypophyse) Hormone gebildet und Verbindungen zu anderen Gehirnarealen hergestellt. Der Hypothalamus ist des Weiteren für die Körpertemperatur, PH, und Blutdruck zuständig. Im Subthalamus werden die grobmotorischen Funktionen gesteuert. Der Epithalamus, bzw. die Epyphyse (Zirbeldrüse) ist wiederum für unsere biologische Uhr zuständig. Mittelhirn und Nachhirn sorgen für die Koordination bestimmter Muskelreflexe (Augenbewegung, etc.), sowie für die lebensnotwendige Körperaktivitäten, wie Herzschlag, Blutzirkulation, Atmung, aber auch Gähnen, Niesen, Husten und sich erbrechen werden hier, im Nachhirn gesteuert. Werden bestimmte Bereiche im Gehirn beschädigt, durch Hirnblutung, Unfall, Sauerstoffmangel, etc. so können schwere (oft auch bleibende) Hirnschäden auftreten.

 

 

Text: Hajnalka Prohaska

Copyright Foto: Jeffrey Collingwood - Fotolia.com

 


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  01.03.2009; 23:11:35 Uhr



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