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Pflege von Demenzkranken

Die Pflege von Demenzpatienten ist nicht ganz so einfach, wie man es zunächst annehmen würde. Trotzdem fühlen sich viele Angehörige dazu verpflichtet, den Betroffenen selbst zu Hause zu pflegen. Hierbei sollten jedoch einige wichtige Aspekte Beachtung finden. Für die Pflege eines Demenzkranken ist viel mehr erforderlich, als ab und zu mal nach ihm zu sehen. Demenzpatienten brauchen Beschäftigung, um sie körperlich wie geistig fit zu halten. Nur so besteht eine Chance, dass der Krankheitsverlauf verzögert wird. Pflegende Angehörige sollten sich nicht überbelasten. Nehmen Sie Hilfe an! Verschiedene Pflegedienste kümmern sich tagsüber um demenzkranke Patienten. Dies ist vor allem eine große Hilfe, wenn der betreuende Angehörige berufstätig ist. Je nach dem, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, kann auch die Unterbringung in einer Tagesklinik sinnvoll sein. Bis zu einem gewissen Grad gestaltet sich die häusliche Pflege von Demenzkranken relativ problemlos. Wenn Patienten jedoch bettlägerig werden, sollte man vielleicht die Alternative in Erwägung ziehen, den Patienten in einem Pflegeheim zu unterbringen. Diese Möglichkeit ist keineswegs grausam, sondern eher hilfreich. Sie als Angehörige können trotzdem für den Patienten da sein und sich weiterhin an der Pflege aktiv beteiligen.

Schwere Entscheidung: Häusliche, oder stationäre Pflege


Diese Frage stellt sich spätestens dann, wenn die körperliche, und geistige Verfassung des Betroffenen stark nachgelassen haben. Bevor Sie Ihren Angehörigen in ein Pflegeheim einweisen lassen, sollten Sie sich umfassend über die örtlichen Möglichkeiten informieren. Gute Pflegeheime haben auch nichts zu verheimlichen. Sie können das Heim unangemeldet besuchen und einen Blick in die Patientenräume werfen. Wenn Sie es geschickt anstellen, werden Sie auch feststellen können, wie der Umgang des Pflegepersonals mit den Patienten ist. Ist der Umgang freundlich, die Umgebung sauber und hygienisch, so können Sie Ihrem Angehörigen dort einen Platz suchen. Wichtig ist bei der stationäre Pflege die Erlaubnis, persönliche Gegenstände mitbringen zu dürfen. So erhalten die Betroffenen ein Stück Vertrautheit. Ein Problem stellt die "Uneinsichtigkeit" von Patienten dar. In vielen Fällen wollen die Betroffenen nicht einsehen, dass sie krank sind. Dies erschwert die Arbeit von Ärzten und Pflegepersonal erheblich. Auch das Schmerzempfinden ist bei Demenzkranken anders, als bei anderen Patienten. Häufig stellt auch die körperliche Untersuchung ein Problem dar, eben, weil die Patienten nicht genau sagen können, wo es ihnen weh tut, oder ob überhaupt. In der häuslichen Pflege verbleiben die Patienten in ihrer gewohnten Umgebung. Dies wirkt sich für den Gemütszustand zweifellos positiv aus. Hier sollte jedoch sichergestellt werden, dass sich Fachpersonal um den Patienten kümmert. Ergotherapien, Physiotherapien sind auch in der häuslichen Umgebung möglich. Pflegedienste und Krankenhäuser geben hier gerne Auskunft, welche Möglichkeiten man in Betracht ziehen kann.

 

Hilfe bei der Pflege von Demenzpatienten ist unverzichtbar

Es ist wichtig für Sie als Angehörige, als auch für den Patienten, dass Hilfe angenommen wird. Ein geregelter und gleich bleibender Tagesablauf ist für Demenzpatienten sehr wichtig. Besuch vom Pflegepersonal sollte nach Möglichkeit immer zur selben Zeit erfolgen. Demenzpatienten neigen dazu, ihren Tag- und Nachtrhythmus zu "verdrehen". Um nächtliches Umhergehen zu vermeiden sollten lange Spaziergänge unternommen werden. Körperliche Aktivitäten machen müde und sorgen für einen guten Schlaf. Damit der Unterschied Tag/Nacht deutlich wird, sollte man tagsüber für viel Licht sorgen. Dafür sollte nachts nur wenig Licht ins Zimmer des Patienten gelangen. Eine klare Abgrenzung ist wichtig. Hajnalka Prohaska



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  02.12.2009; 17:33:37 Uhr



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