Demenz vorbeugen
Demenz gezielt vorbeugen ist zwar möglich, allerdings nur in bestimmten Fällen. Vaskulären und alkoholbedingten Demenzerkrankungen kann man sehr gut vorbeugen. Hier reicht schon eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, wobei auf Schadstoffe verzichtet werden sollte. Zu den Schadstoffen zählt nicht nur der Alkohol, sondern auch Nikotin und Drogen. Unser Gehirn benötigt ständig Nährstoffe. Wenn das Gehirn - durch eine gesunde Ernährung und gesunde Lebensweise - ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird, ist das Risiko, an Demenz zu erkranken relativ gering. Auch Sport, hier insbesondere Ausdauersport, kann viel dazu beitragen, dass wir gesund bleiben, nicht nur körperlich, sondern durchaus auch geistig. Anderen Demenzformen kann man leider nicht gezielt vorbeugen. Der Grund dafür liegt aber wohl darin, dass die Ursachen, bzw. die Entstehung von Demenz noch nicht lückenlos erforscht sind. Eine langjährige Schilddrüsenunterfunktion kann jedoch die Entstehung von Alzheimer-Demenz begünstigen. Hier ist es wichtig, dass die Schilddrüsenwerte regelmäßig kontrolliert werden. Durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen - sofern notwendig - kann das Demenzrisiko vermindert werden. Auch eine genetische Veranlagung - frühere Demenzfälle in der Familie - kann für Demenz als Ursache genannt werden.
Höheres Bildungsniveau gegen Demenz?
Studien haben ergeben, dass Menschen mit einem höheren Bildungsniveau seltener an
Demenz erkranken, vorausgesetzt, das Gehirn wird regelmäßig "trainiert". Hier wird auf eine gute Kombination von
Bewegungs- und Gedächtnistraining großer Wert gelegt. Menschen, die Denksport betreiben, die kreativ arbeiten und so ihr Gehirn intellektuell stimulieren, weisen eine geringere Neigung zu Demenz auf. Bestimmte Medikamente spielen bei der Demenzprävention eine wichtige Rolle. Frühere Entzündungen des Gehirns,
Schlaganfälle und
Hirnverletzungen (Boxsport etc.) können zu Demenz führen. Diese Tatsachen sollte man stets vor Augen halten. Wie das Sprichwort besagt: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen tragen dazu bei, dass bestimmte Krankheiten, die Demenz begünstigen können, rechtzeitig erkannt und optimal behandelt werden können. Dies ist besonders bei Stoffwechselerkrankungen, und entzündlichen Prozessen sehr wichtig.
Blutdruck, Gewicht und Schilddrüsenwerte sind die wichtigsten Faktoren, die unbedingt regelmäßig kontrolliert werden sollten. Durchblutungsstörungen sollten so früh wie möglich behandelt werden.
Mit gesunder Ernährung Demenz vorbeugen
Vitamine,
Mineralstoffe,
Spurenelemente, Eiweiße und weitere Nährstoffe sind für unseren Körper unverzichtbar. Nicht nur die Körperzellen benötigen Energie und Nährstoffe, auch das Gehirn. Wobei unser Gehirn ein wahrer Energiefresser ist. Es erfüllt unheimlich komplexe Aufgaben im Körper, daher sollte man immer darauf achten, dass es gut versorgt wird. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung, verzichten Sie auf Schadstoffe, wie Nikotin, Alkohol und Drogen, dann haben Sie gute Chancen, Demenz zu verhindern. Ob
Alzheimer-Demenz, oder eine andere Form von Demenz, mit der richtigen
Ernährung und mit der richtigen Lebensweise lässt sich das Risiko auf ein erträgliches Minimum senken. Dies gilt selbstverständlich auch für zahlreiche weitere Krankheiten. Seefisch sollte mindestens einmal, aber besser zweimal die Woche auf den Tisch kommen. Seefisch ist ein sehr wichtiger Jodlieferant. Jod ist vor allem für die
Schilddrüsenfunktion unverzichtbar.
Hajnalka Prohaska
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 02.12.2009; 17:11:36 Uhr