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Schizophrenie

Schizophrenie Behandlung und Symptome Die Schizophrenie ist eine Erkrankung der Psyche, wobei die Betroffenen den Bezug zur Realität verlieren. Schizophrenie beeinflusst die gesamte Persönlichkeit. Häufig wird sie leider - obwohl zwei völlig verschiedene Erkrankungen - mit der multiplen Persönlichkeitsstörung gleichgestellt. Dabei gilt gerade hier eine klare Abgrenzung zwischen diesen beiden Erkrankungen. Schizophrenie äußert sich häufig in Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Diese beiden Symptome sind Anlass genug für den Verdacht auf Schizophrenie, wobei sich auch weitere, eher unauffällige Symptome zeigen können. In der Medizin wird zwischen verschiedenen Formen der Schizophrenie unterschieden. Als Orientierung dienen dabei die Symptome, die am häufigsten auftreten und die Erkrankung prägen.

 

 

Ursachen und Symptome bei Schizophrenie

 


 

Die Ursachen von Schizophrenie liegen zum Teil immer noch im Dunkeln. Dennoch wird vermutet, dass zahlreiche Umstände die Entstehung der Krankheit begünstigen. Neben genetische Veranlagung - Vorbelastung in der Familie - auch biologische Faktoren eine große Rolle spielen, ebenso die Persönlichkeit der Betroffenen, sowie deren persönliche Lebensgeschichte.

Als weitere Ursache, bzw. weiterer Auslöser von Schizophrenie werden Drogenkonsum genannt, sowie besonders tiefgreifende Ereignisse, wie z.B. der Tod eines geliebten Menschen. Psychosoziale Faktoren, wie beispielsweise familiäre Probleme etc. werden zwar als mögliche Ursache für Schizophrenie genannt, wissenschaftlich konnte dies jedoch bislang nicht ausreichend belegt werden. Vermutet wird dagegen eher, dass diese Faktoren eher einen Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung haben. Des Weiteren werden bestimmte biochemische Erklärungen als mögliche Ursache für Schizophrenie diskutiert. Was die Symptome bei Schizophrenie betrifft, so sei gesagt, dass diese meist kombiniert auftreten. Die einzelnen Symptome allein können auch bei anderen Erkrankungen auftreten und müssen nicht zwangsläufig bedeuten, dass der Betroffene an Schizophrenie leidet. Deshalb werden die Symptome klassifiziert. Man spricht von Positivsymptomen und von Negativsymptomen. Halluzinationen und Wahnvorstellungen zählen dabei zu den Positivsymptomen, Gefühlsarmut und Antriebslosigkeit zu den Negativsymptomen. Außerdem zeigen die Betroffenen so genannte Ich-Störungen, formale Denkstörungen, und affektive Störungen.

 

 

 

Diagnose und Therapie bei Schizophrenie

 


Für eine sichere Diagnose ist es unbedingt erforderlich, dass mehrere charakteristische Symptome länger als ein Monat lang vorliegen. Zunächst müssen verschiedene andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Erkrankungen, wie beispielsweise Borderline-Syndrom, organisch bedingte Psychosen, wie Gehirntumore, Schädel-Hirn-Trauma, Gehirnentzündung, etc. sowie Depressionen zeigen oft einzelne Symptome, die auch bei Schizophrenie auftreten. Der Arzt wird als erstes die Krankengeschichte aufnehmen.

 

Darauf folgen weitere Untersuchungen. Eine körperliche Untersuchung soll organische Ursachen für die Symptome finden, oder ausschließen können. Laboruntersuchung des Blutes, sowie eine umfassende Untersuchung des Gehirns sind weitere Untersuchungen, die für die Diagnostik von großer Bedeutung sind. Die Therapie bei Schizophrenie muss zahlreiche Faktoren berücksichtigen, vor allem was Entstehung und Ursache betrifft. Meist wird eine Therapie, bestehend aus drei Komponenten angesetzt. Hier werden Medikamente (Psychopharmaka), Psychotherapie und Soziotherapie als Behandlungsmethode eingesetzt. Im akuten Stadium von Schizophrenie zeigen sich fast alle Betroffenen uneinsichtig. Sie sehen sich nicht als kranke Menschen, die einer Behandlung bedürfen.

 

Dementsprechend weigern sich viele, sich mit Ärzten, Psychologen und Psychiater auseinanderzusetzen. Im akuten Stadium zeigen Psychopharmaka gute Wirkung. In der Psychotherapie werden die Patienten dabei unterstützt, mit ihrer Erkrankung umzugehen. Außerdem werden im Rahmen der Psychotherapie aktuelle Probleme und Lebensumstände, sowie Lebensentscheidungen besprochen und die Therapeuten suchen gemeinsam mit dem Patienten nach optimalen Lösungen. Die Verhaltenstherapie zeigt sich als besonders wirkungsvoll. In der Soziotherapie werden die Patienten in ihren Fähigkeiten in sozialen Bereichen gefördert. Im Allgemeinen beginnt die Therapie stationär in einer spezialisierten Klinik. Nachdem die ersten - wenn auch oft nur kleinen - Erfolge erreicht werden konnten, können die Patienten in Tageseinrichtungen teilstationär weiter therapiert werden. Im weiteren Therapieverlauf wechseln die Betroffenen in eine therapeutisch betreute Wohngemeinschaft, wo sie jedoch selbständig leben.

 

 

Hajnalka Prohaska

© gajatz - Fotolia.com



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  19.01.2010; 16:36:43 Uhr





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