Suche

Suche

Newsletter abonnieren.

Ihre Daten

.

Therapiemöglichkeiten bei psychischen Erkrankungen

Die Fortschritte im Bereich der Medizin, Psychiatrie, der Psychologie und der Pharmazie haben für viele psychische Erkrankungen eine Verbesserung der Behandlung geschaffen. Für viele Menschen mit psychischen Erkrankungen gibt es daher positive Prognosen für eine Heilung oder doch zumindest eine entscheidende Verbesserung bezüglich der belastenden Symptome. Für die überwiegende Zahl von psychischen Erkrankungen gelten kombinierte Therapien. Dabei werden die medikamentöse Behandlung, die psychiatrisch ärztliche Betreuung, die Psychotherapie mit vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, sowie weitere therapeutische Angebote miteinander verknüpft.

 

Selbst bei Erkrankungen, für die körperliche Grunderkrankungen, Verletzungen durch Unfall oder Tumoroperation, als ursächliche Auslöser infrage kommen, können solche Kombinationen lindern und den eigenen Umgang mit der Krankheit für den Patienten erleichtern. Damit ist auch für viele psychisch kranke Menschen, die früher dauerhaft stationär betreut werden musste, der Weg zu einem oft weitgehend oder sogar gänzlich selbst bestimmten Leben möglich geworden. Oft können diese Patienten sogar wieder einer beruflichen Tätigkeit nachgehen.


Viele psychische Erkrankungen, so die Depressionen, die bipolare Erkrankung, Schizophrenie und weitere, verlaufen in Schüben. Zwischen den akuten Schüben der Erkrankung sind die Patienten beschwerdefrei oder werden nur geringfügig von der Erkrankung beeinflusst. In vielen Fällen wird dies durch die neuartigen Medikamente, die auch weniger drastische Nebenwirkungen haben, erreicht. Die Phasen eines beschwerdearmen und beschwerdefreien Lebens können erheblich verlängert werden. Damit steigt auch die Lebenserwartung der Patienten. Die Gesundheit wird bei in Schüben verlaufenden Erkrankungen besonders während der akuten Schübe beeinträchtigt und gefährdet. Auch die Gefährdung für einen Suizid wird durch eine solche Behandlung, beziehungsweise therapeutische Kombination gesenkt.

 

Therapeutische Möglichkeiten und Wege

Neben der medikamentösen Behandlung, die von einem Facharzt für Neurologie, Psychiatrie angeordnet und überwacht wird, gibt es vielfache Möglichkeiten für die Therapie der einzelnen verschiedenen psychischen Krankheiten. Dazu stehen psychologische Angebote zur Verfügung. Dies sind die Psychotherapien, psychologischen Verhaltenstherapien und weitere.


Darüber hinaus können Therapieangebote wie die Ergotherapie, Musiktherapien, Bewegungstherapien, Entspannungsübungen, Physiotherapien zur Verbesserung von neurologisch/psychisch bedingten Bewegungsstörungen zusätzlich sehr hilfreich sein. Ein weiteres Angebot sind die verschiedenen Selbsthilfegruppen, teils unter psychologischer Anleitung, in denen die Erkrankten völlig offen im Gespräch sein können, das Gefühl der alleinigen Betroffenheit und Abnormalität verlieren.


Es gibt darüber hinaus Treffpunkte, Anlaufstellen für die ambulante Krisenintervention und telefonische Beratungen und Gesprächsangebote zu jeder Tages- und Nachtzeit. Zur Verfügung stehen auch die Ausübenden von seelsorgerischen Tätigkeiten in den Kirchen, Freikirchen und anderen religiösen Gemeinschaften. Je nach Schwere, Verlauf oder akuter Gefährdung der Patienten werden Therapien ambulant durchgeführt oder stationär in einer Klinik. Für die stationäre Behandlung gibt es spezielle Kliniken für die zeitweilige Behandlung und Unterbringung für Patienten mit psychischen Erkrankungen. Ebenso gibt es Einrichtungen für die dauerhafte psychiatrische Unterbringung.


Neben der durchgehenden stationären Behandlung wird noch die Therapie in Tageskliniken angeboten. Hier werden Patienten während des Tages therapiert und betreut und können den Abend und die Nacht daheim bei ihren Familien oder in ihrer Wohnung verbringen. Für eine lange währende Therapie gibt es Langzeiteinrichtungen zur stationären Behandlungen. Dazu gehören klinische Einrichtungen für kombinierte Therapien von Suchtkranken, Menschen mit Essstörungen und Borderlinern, sowie Patienten, deren Behandlungserfolg eine langzeitige stationäre Behandlung erfordert.

 

Therapie und gesellschaftliche Akzeptanz

Der Erfolg von Therapien für psychische Krankheiten ist in nicht zu unterschätzender Weise von der gesellschaftlichen Akzeptanz der Erkrankungen abhängig. Damit die Prognose für eine Therapie so positiv wie möglich ausfällt, gehört zur Therapie stets die Information, Akzeptanz und die Einbeziehung der nächsten Angehörigen oder Partner der Patienten.


Darüber hinaus ist es wichtig, dass insgesamt in der Gesellschaft die Information über Art und Auswirkungen von psychischen Erkrankungen zunimmt. Gesellschaftliche Barrieren, die durch Unverständnis und den Glauben, der Betroffene sei nur zu schwach, um seine Probleme in den Griff zu bekommen errichtet werden, verursachen häufig eine neuerliche Isolation der Erkrankten nach der Therapie. So werden psychische Krankheiten nach wie vor gegenüber Kollegen und dem Chef verschwiegen, aus Angst als leistungsunfähig oder nicht normal abgestempelt zu werden. In unserer modernen, aufgeklärten Zeit existieren noch immer viele Vorurteile gegenüber psychischen Krankheiten, die allein auf überlieferten, falschen Ansichten und Unkenntnis beruhen.



Artikel wurde zuletzt geaendert am:  01.02.2012; 22:23:01 Uhr



Kommentar zu Therapiemöglichkeiten bei psychischen Erkrankungen?

Kommentar schreiben:





Sind Sie ein Mensch? Aus Gründen der Sicherheit ist dieses Formular mit einem Spamschutz versehen.

Damit Sie dieses Formular absenden können, müssen Sie die folgende Aufgabe lösen.





.
.

xxnoxx_zaehler