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Der Bärlauch - eine Pflanze für alle Fälle

Der Bärlauch - eine Pflanze für alle Fälle Keine andere Pflanze hat in den letzten Jahren einen ähnlichen Boom ausgelöst, wie der Bärlauch. Ob in der Küche oder als Heilpflanze. Der Bärlauch, im Lateinischen Allium ursinum genannt, hat inzwischen fast überall Einzug gehalten, und ist – rein wissenschaftlich gesehen – verwandt mit dem Knoblauch, dem Schnittlauch oder auch der Zwiebel.

 

Der Bärlauch im Allgemeinen

Er kommt wild in fast ganz Europa und Nordasien in schattigen Auen und Auwäldern sowie besonders an Laubwaldhängen vor, ist aber mittlerweile auch im heimischen Garten zu finden. Bärlauch wird ca. 20 bis 50 cm hoch und wächst vor allem auf lockerem, humösem und feuchtem Lehmboden, sowie in Ulmen-Mischwälder oder Buchenwäldern. Ein besonderer Augenschaus bietet sich demjenigen, der einmal ein „Meer“ von blühendem Bärlauch-Pflanzen betrachten darf. Die kleinen, weißen Blüten, die dann den Boden bedecken sind wirklich ein herrlicher Anblick und fast zu schade zum Ernten. Während die Blätter etwa im Februar oder März zu sehen sind, kommen die herrlichen Blüten im April und Juni zum Vorschein. Doch nicht nur dem Menschen dient die Pflanze als Nahrungsmittel. Auch bei Insekten wie z. B. der Schwebfliege steht sie auf dem Speiseplan.

 

 

 

Der Bärlauch beim Essen

In der Küche wird der Bärlauch, der im übrigen komplett essbar ist, als Gewürz, Gemüse oder sogar als Pesto verwendet. Durch Erhitzen verliert die Pflanze neben Vitamin C vor allem sehr viel von seinem Geschmack und wird daher besser roh und klein geschnitten in Salaten oder auch in Frischkäse verarbeitet.

 

Der Bärlauch in der Medizin


Bärlauch ist auch als Heilpflanze bekannt. Schon die alten Germanen und Kelten priesen ihn als solche an. Aufgrund des bitteren Geschmacks war und ist sie für Pferd und Kuh ungeniesbar; da man allerdings in jungsteinzeitlichen Siedlungen oft Überreste von Bärlauch fand, geht man davon aus, daß die Pflanze schon vor 5000 Jahren als Nahrungsmittel für die Menschen diente. Bärlauch, auch als „wilder Knoblauch“ bezeichnet, enthält Lauchöl, Alliin Vinylsulfid und das antibakteriell wirkende Allicin und soll darüber hinaus vor Krebs schützen. Durch den Genuß der Pflanze sollen auch krankhafte Ablagerungen in den Blutgefäßen abgebaut und der Cholesterin-Spiegel und Blutdruck gesenkt werden können. Die Blätter, der Stengel und sogar die Zwiebeln sollte aber vor der Blütezeit geerntet werden, da sie danach nicht mehr als Heilpflanze verwendbar sind.

Bärlauch wird mit Sicherheit auch in der Zukunft aufgrund seiner vielseitigen Verwendungs-Möglichkeiten überall auf der Welt und in den verschiedensten Bereichen eingesetzt werden und auch die nächsten 5000 Jahre überleben.

 

Heilpraktiker Felix Teske

© blende40 - Fotolia.com 




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  10.07.2009; 18:13:32 Uhr



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