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Die Eiche und ihre Heilwirkung

Die Eiche, lateinisch "Quercus", gehört zur Familie der Buchengewächse, und kommt in ca. 600 verschiedenen Arten vor. Der sommergrüne, mitunter auch immergrüne, Laubbaum kommt beinahe weltweit vor. In Deutschland stellt die Eiche mit einem Anteil von ca. 9% am gesamten Wald, die zweithäufigste Baumart dar. Der mächtige Laubbaum, ist für zahllose Insektenarten die unverzichtbare Lebensgrundlage. An einem einzigen Baum können bis zu 1000 verschiedene Insektenarten leben. Die Eichenblüten werden durch den Wind bestäubt. Im Herbst fallen die Früchte der Eiche, die sog. Eicheln von den Bäumen. Diese besonders nahrhaften Früchte waren zu früheren Zeiten eine besonders beliebte Nahrung für Schweine. Eine besondere Rolle spielt der Baum in der Holzverarbeitung. Die Eiche wird auf Grund ihres extrem harten und langlebigen Holzes sehr geschätzt und findet bspw. in Dachstühlen Verwendung. Für tragende Holzelemente wird Eichenholz bevorzugt eingesetzt. In der Volksheilkunde, wird die Eiche besonders wegen Ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen geschätzt. Der Gerbstoff hat eine kräftigende und verschließende Wirkung auf Haut und Schleimhäute. Außerdem wirken die Inhaltsstoffe der Eiche entzündungshemmend. Beides begründet die Wirksamkeit der Eiche bei Durchfall und Hautentzündungen. Die Haut wird durch die Gerbstoffe förmlich gegerbt und für Krankheitserreger undurchlässig.

Verwendung von Eiche in der Medizin


Zu Heilzwecken wird ausschließlich die Eichenrinde verwandt. Diese wird im Frühjahr vom Baum geschält, getrocknet und gemahlen. Daraus lässt sich ein Tee kochen, der bei allen Magen-Darm-Entzündungen hilfreich wirken kann. Die Dosis macht jedoch das Gift! Dies gilt besonders für die innerliche Anwendung der Eiche. Nimmt der Körper zu viel von den Gerbstoffen der Eiche auf, kommt es schnell Durchfall und Erbrechen. Es ist daher ratsam, sich fertige Eichenrinde in der Apotheken zu kaufen und sich dort bzgl. der Dosierung beraten zu lassen. Auch die Pharmaindustrie hat bereits Medikamente mit den Gerbstoffen der Eichenrinde entwickelt um Krankheiten der Haut und des Verdauungstraktes zu heilen. Warme Sitzbäder mit Eichenrindentinktur lindern unangenehme Hämorrhoiden-Bechwerden. Die Gerbstoffe wirken zusammenziehend und juckreizstillend auf die entzündeten Hautstellen. Bei nässenden Ekzemen kommt die austrocknende Wirkung zum Tragen. Ein Fußbad mit Eichenrindentinktur beseitigt lästige Probleme mit Fußschweiß. Die Gerbstoffe hemmen das Wachstum der Bakterien und verschließen die Schweißdrüsen. Die Behandlung sollte jedoch nicht länger als 2-3 Wochen andauern, damit sich die Haut wieder regenerieren kann. Eichenrindentinktur gibt es fertig in der Apotheke zu kaufen. Heilkundige können diese auch selbst herstellen. Dazu wird eine Hand voll Eichenrinde mit Schnaps angesetzt und in einem geschlossenen Gefäß bei Zimmertemperatur für ca. 4 Wochen ziehen gelassen. Der fertige Tinktur ist hochwirksam und eignet sich nur zur äußerlichen Anwendung. Dabei ist stets auf eine ausreichende Verdünnung zu achten.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  13.07.2009; 19:21:03 Uhr



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