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Goldrute zur Behandlung von Nieren- und Blasenerkrankungen

Die Goldrute gehört zur Familie der Korbblütler und wird umgangssprachlich häufig auch als Goldraute bezeichnet. Von den rund 100 Arten dieser Gattung, sind die meisten in Nordamerika zu finden, einige auch in Eurasien und Südamerika. Vor etwa 250 Jahren kamen einige Arten auch nach Europa, so dass in Deutschland heute die Kanadische Goldrute, die Riesen-Goldrute und die Echte Goldrute beheimatet sind.

Die ausdauernde Pflanze erreicht eine Höhe zwischen fünf und 100 Zentimetern, einige Exemplare können sogar bis zu zwei Meter hoch werden. Die Blütenstände sind ganz unterschiedlich aufgebaut und setzen sich aus mehreren Teilblütenständen zusammen. Die gelben Blütenkörbchen bestehen am Rand aus mehreren Zungenblüten und haben in der Mitte einige Röhrenblüten. Die Goldrute ist meistens an Straßen und Wegrändern zu finden und hat ihre Blütezeit im Spätsommer. Gesammelt wird die Pflanze am besten im Monat August, um sie anschließend zu trocknen.

Das blühende Kraut hat seit langem einen festen Platz in der Naturheilkunde, da ihm viele heilende Eigenschaften zugeschrieben werden. Es werden alle drei Arten, die in Europa vorkommen, in der Naturheilkunde verwendet, wobei die Wirksamkeit der Echten Goldrute etwas stärker sein dürfte, da der Gehalt an Leiocarposid höher ist. Neben dem Saponin und dem Inulin, sind die wichtigsten Inhaltsstoffe Gerb- und Bitterstoffe. Die Goldrute wird aufgrund ihrer stark harntreibenden Wirkung überwiegend bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt. Während der Behandlung muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, damit die Nieren und die Blase ordentlich durchgespült werden können.

 

 

Die Goldrute fand ihren Weg nach Europa vor rund 250 Jahren

 


Die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide und Saponine haben wahrscheinlich zudem entzündungshemmende und keimtötende Eigenschaften und können darüberhinaus schmerzstillend und etwas krampflösend wirken. Wenn die ableitenden Harnwege entzündet sind, können Goldruten-Präparate für eine Durchspülungstherapie verordnet werden. Unter Umständen kann sogar Nierengriess und Harnsteinen durch eine solche Therapie vorgebeugt werden. Bei Beschwerden im Bereich der ableitenden Harnwege wird die Goldrute in Form von Tee verabreicht. Schon seit dem 13. Jahrhundert ist die heilende Wirkung der Goldrute bekannt, und die Pflanze wurde schon damals zur Behandlung von Wunden, Gicht, Erkrankungen der Prostata und Rheuma eingesetzt. Auch in der Homöopathie findet die Goldrute Anwendung, denn hier wird sie, außer bei Nierenleiden, auch zur Behandlung von Erkrankungen der Galle, der Bauchspeicheldrüse und der Leber eingesetzt. Aufpassen müssen Allergiker, da Unverträglichkeiten gegenüber Pflanzen aus der Familie der Korbblütler nicht selten sind. Wenn jemand unter Ödemen leidet, die von einer Erkrankung des Herzen oder der Nieren herrühren, dann dürfen Goldruten-Präparate nicht zum Einsatz kommen.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  16.07.2009; 21:18:39 Uhr



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