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Hopfen wird nicht nur zum Bierbrauen verwendet

Die meisten Menschen verbinden mit dem Hopfen wahrscheinlich die Herstellung von Bier. Die Pflanze, die zur Familie der Hanfgewächse gehört, wird jedoch auch in der Naturheilkunde eingesetzt. Beim Hopfen handelt es sich um einjährige Kletterpflanzen, die nur auf der Nordhalbkugel zu finden sind. Hopfen wird in Deutschland vor allem in Baden-Württemberg und Bayern in so genannten Hopfengärten angebaut. Außerdem wird er aus China und den USA importiert. Die weißlich-grünen Blüten werden von einem Tragblatt umgeben, welches den Fruchtknoten einschließt, der sich später zu einer rund 6 Millimeter langen Nuss entwickelt. Die Blütezeit des Hopfens ist von Juli bis August, die Fruchtstände können dann im August geerntet werden. Vom Hopfen gibt es sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen, wobei nur die weiblichen kultiviert werden, während die männlichen Pflanzen nur zur Kreuzung benötigt werden. Die Hopfenpflanze ist sehr ausdauernd und kann bis zu 50 Jahre alt werden. Die Pflanze wächst stolze 10 Zentimeter pro Tag, bis sie eine Höhe von rund sechs bis sieben Metern erreicht hat. Aus den Blüten entwickeln sich später die Dolden, wobei eine Rebe zwischen 5.000 und 10.000 Dolden hervorbringt. Die Naturheilkunde macht sich die beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften des Hopfens zunutze. Somit ist es auch verständlich, dass der Genuss von Bier Menschen müde macht.

 

Hopfen wirkt beruhigend und schlaffördernd

Hopfen ist als getrockneter Extrakt vor allem in Kapseln und Tabletten enthalten, die zur Beruhigung und Schlafförderung freiverkäuflich angeboten werden. In flüssiger Form wird es auch gerne Entspannungsbädern zugesetzt, die einen beruhigenden Effekt haben sollen und am Abend besonders schlaffördernd wirken. Im Handel gibt es auch verschiedene Teezubereitungen mit Hopfen, die ebenfalls den Schlaf fördern sollen.


Dem Hopfen werden noch andere heilende Eigenschaften zugeordnet. So soll er zum Beispiel blutreinigend, entzündungshemmend, antibakteriell, schmerzstillend, entkrampfend, und milchbildend wirken. Äußerlich kann er auch zur Behandlung von Wunden, Furunkeln oder Haarausfall eingesetzt werden. Aufgrund seiner appetitanregenden Wirkung kann der Hopfen auch bei mangelndem Appetit, zum Beispiel in einer Rekonvaleszensphase, Anwendung finden. Außerdem kann er durch seine Bitterstoffe auch bei Magenbeschwerden sehr hilfreich sein. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Hopfens sind ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide und Bitterstoffe. Der Hopfen ist sehr gut verträglich, und entsprechende Präparate verursachen keine Nebenwirkungen, so dass auch eine Dauermedikation möglich ist. Bisher konnte wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen werden, welcher Inhaltsstoff für die sedierende Wirkung des Hopfens verantwortlich ist. Die meisten Präparate zur Schlafförderung und Beruhigung enthalten neben Hopfen noch Melisse oder Passionsblumen-Extrakt.

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  16.07.2009; 16:54:38 Uhr



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