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Huflattich als vielseitiges Heilmittel in der Naturmedizin

Der Huflattich zählt zur Familie der Korbblütler und hat die Besonderheit, dass im Frühjahr die Blüten erscheinen, bevor sich die Blätter entwickelt haben. Die Pflanze erreicht eine Höhe zwischen 10 und 30 Zentimetern und entwickelt hufförmige Blätter, welche ihr auch den Namen eingebracht haben. Im Frühjahr bildet der Huflattich die gelben Blüten aus, und erst wenn diese verblüht sind, zeigen sich langsam die Blätter der Pflanze. Während der Huflattich blüht, sind an den Stängeln lediglich kleine Schuppenblätter zu sehen. Die Pflanze hat einen Wurzelstock, der unterirdisch bis zu zwei Meter lange Wurzeln austreiben kann. Im März und April blüht der Huflattich, außerhalb dieser Zeit wird er manchmal mit der ähnlich aussehenden Weißen Pestwurz verwechselt. Die gelben Blüten der Pflanze ähneln etwas dem Löwenzahn. Die Pflanze ist in Europa, Asien und Afrika beheimatet und wurde auch nach Nordamerika eingeführt. Der Huflattich bevorzugt einen sonnigen und warmen Standort mit durchlässigem Boden, so dass man ihn vor allem in Steinbrüchen, auf unbefestigten Wegen und auf Dämmen findet. Vor allem die Blätter des Huflattich werden in der Naturheilkunde verwendet. Schon sehr früh wurde der Huflattich als geeignetes Mittel zur Behandlung von Husten entdeckt, da er den Hustenreiz stillen und die Schleimlösung fördern kann. Früher wurden die Blätter der Pflanze angezündet, um den aufsteigenden Rauch bei Husten zu inhalieren. Inzwischen haben Forschungen jedoch einen Inhaltsstoff nachgewiesen, der in größeren Mengen krebserregend wirken kann. Aufgrund dieser Erkenntnis sollten Huflattich-Präparate maximal sechs Wochen im Jahr angewendet werden.

 

 

Huflattich wird zur Therapie von Husten eingesetzt

 


Zu den gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen des Huflattich gehören neben Schleimstoffen auch Sterole, Bitter- und Gerbstoffe, Insulin, Tannine, ätherische Öle sowie Polysaccharide. Äußerlich wird der Huflattich auch bei Hautproblemen eingesetzt, da er eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung hat. Zu diesem Zweck wird ein Aufguss aus den Blättern oder Blüten hergestellt, mit dem dann Waschungen durchgeführt werden können. Dies bietet sich bei Ekzemen, leichten Verbrennungen, Furunkeln, Wunden oder Venenentzündungen an.

 

Huflattich wird im Handel vor allem als Tee angeboten, der sich zur Behandlung von Husten eignet, jedoch auch bei Problemen mit der Verdauung sehr hilfreich sein kann. Eine Teezubereitung zur Hustenlinderung beinhaltet neben Huflattich häufig noch Extrakte der Königskerze und des Süßholzes. Zur Linderung von Reizhusten sind außerdem verschiedene Hustensäfte in der Apotheke erhältlich. Ein Fußbad, dem man etwas Huflattich zugibt, kann bei geschwollenen Füßen sehr hilfreich sein. Aus den Blättern frisch gewonnener Saft kann bei Ohrenschmerzen helfen, wenn er ins Ohr geträufelt wird.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  17.07.2009; 21:18:35 Uhr



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