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Ingwer ist nicht nur in der exotischen Küche präsent

Der Ingwer ist den meisten Menschen am ehesten aus der Küche ein Begriff, doch die Pflanze ist auch in der Naturheilkunde sehr gefragt. Die Wurzel der Pflanze findet sowohl in der Medizin als auch in der internationalen Küche Anwendung. Es ist nicht bekannt, woher der Ingwer ursprünglich stammt, doch wird er heutzutage in Asien, Australien, Nigeria, der Karibik und Südamerika angebaut, wobei der beste Ingwer aus Jamaika stammen soll. Im deutschsprachigen Raum ist die Pflanze etwa seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Die krautige Pflanze erreicht eine Höhe von 50 bis 100 Zentimetern und ähnelt dem Schilf sehr stark.

Die Ingwerwurzel, wie wir sie aus dem Handel kennen, ist ein horizontal in der Erde wachsendes Überdauerungsorgan, aus welchem dann kleinere Sprosse und die überirdischen Stängel hervorkommen. Auch der zapfenartige Blütenstand mit seinen gelben Blüten wächst aus diesem so genannten Rhizom. In dem Wurzelstock des Ingwers sind wertvolle ätherische Öle enthalten, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken sollen, außerdem enthält er die beiden Scharfstoffe Shoagol und Gingerol, die Brechreiz unterdrücken können.

In der asiatischen Alternativmedizin hat der Ingwer schon seit langer Zeit einen festen Platz, und auch aus der europäischen Naturheilkunde ist die Pflanze nicht mehr wegzudenken. In Asien wird der Ingwer seit jeher zur Behandlung von Rheuma, Erkältungen und Muskelschmerzen eingesetzt. In den Tropen wird eine spezielle Wurmerkrankung mit Ingwer behandelt. Zubereitungen, die Extrakte des Ingwers enthalten, sollen entzündungshemmend, antioxidativ und antiemetisch wirken. Darüberhinaus regt Ingwer die Bildung von Speichel, Gallen- und Magensaft an und kann sich regulierend auf die Darmfunktion auswirken. So können sich durchaus gute Erfolge bei der Behandlung von Blähungen oder Verdauungsstörungen erzielen lassen.

 

Mit Ingwer können Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsbeschwerden behandelt werden

 


Auch wenn es bisher nicht wissenschaftlich belegt werden konnte, so soll Übelkeit und Erbrechen erfolgreich mit Ingwer behandelt werden können. Auch viele Segler behaupten, dass sich die Seekrankheit optimal mit Ingwer behandeln lässt, auch wenn es hierzu bisher keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt. Es wurde auch schon über Therapieerfolge bei rheumatischen Gelenkerkrankungen, Kopfschmerzen und Magengeschwüren berichtet. Ingwer wird entweder als Tee verabreicht oder in Form von Pulver oder einer Tinktur. Zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen wird es auch oft in Kombination mit anderen Wirkstoffen als fertiges Arzneimittel  angeboten. Ingwer hat keine Nebenwirkungen, doch sollte es beim Vorliegen von Gallensteinen oder zur Behandlung von Schwangerschaftserbrechen nicht angewendet werden. Möglicherweise hat Ingwer bei langfristiger Einnahme auch einen Einfluss auf die Blutgerinnung, den Blutdruck und den Zuckerspiegel, weshalb gerade Diabetiker sich ärztlich beraten lassen müssen. Wenn eine Operation geplant ist, sollten Ingwer-Präparate rechtzeitig abgesetzt werden.

 

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

 


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  18.07.2009; 18:55:09 Uhr



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