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Johanniskraut kann sich positiv auf die Psyche auswirken

Das Johanniskraut nimmt seit jeher einen wichtigen Platz in der Naturheilkunde ein. Die ausdauernde Pflanze hat Wurzeln, die bis zu 50 Zentimeter in die Tiefe reichen können. Die Wuchshöhe kann zwischen 15 Zentimetern und einem Meter betragen, am aufrechten Stängel verzweigt sich die Pflanze im oberen Teil buschig. An den Blättern des Johanniskraut befinden sich unzählige Öldrüsen, in denen sich die ätherischen Öle der Pflanze bilden. Die typischen gelben Blüten erscheinen von Juni bis August und enthalten einen roten Farbstoff, der sich zeigt, wenn man eine Blüte zwischen den Fingern zerreibt. Das Johanniskraut kommt außer in Europa noch in Nordafrika und Westasien vor, in anderen Teilen der Welt wurde es eingebürgert. Während es in der Landwirtschaft als Unkraut gilt, wird das Johanniskraut für den Einsatz in der Naturheilkunde extra angebaut. Beim Echten Johanniskraut werden vier verschiedene Arten unterschieden, das Schmalblättrige, das Breitblättrige, das Kleinblättrige und das Gewöhnliche Johanniskraut. Schon die Menschen der Antike erkannten die Heilkräfte des Johanniskrautes und nutzten es zur inneren und äußeren Anwendung. Heute werden Johanniskraut-Präparate in erster Linie zur Behandlung von leichten Depressionen eingesetzt, da ihm eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt wird. Allerdings muss eine recht hohe Dosierung erfolgen, damit das Präparat eine positive Aufwirkung auf die Psyche des Patienten hat. Die Wissenschaft ist sich nicht einig, ob das Johanniskraut tatsächlich eine stimmungsaufhellene Wirkung hat, da es sowohl Studien gibt, welche dies bestätigen, aber auch solche, die keine Verbesserung bei Depressionen bestätigen konnten.

Das Johanniskraut wird seit langem zur Behandlung von Depressionen eingesetzt

 


Im Handel sind freiverkäufliche Tees oder Tabletten erhältlich, die jedoch zur Behandlung einer echten Depression viel zu niedrig dosiert sind. Deshalb sollte der Arzt dem Betroffenen ein hochdosiertes Präparat verschreiben. Das Rotöl des Johanniskrautes kann auch äußerlich bei Gicht, Hexenschuss, Rheuma, bei Blutergüssen, Verstauchungen oder Gürtelrose angewendet werden. Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Johanniskrautes sind Hypericin und Hyperforin, die eine ähnliche Wirkung wie ein schwaches Antidepressivum haben. Der Patient muss das Präparat allerdings mehrere Wochen einnehmen, bevor sich eine Verbesserung der Beschwerden bemerkbar macht.

 

Die Nebenwirkungen der Präparate sind gering, vereinzelt wird über Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und Müdigkeit berichtet. Wichtig ist jedoch, dass sich die Patienten während der Behandlung keiner starken Sonnenbestrahlung aussetzen, da das Johanniskraut die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht, und somit die Sonnenbrandgefahr stark ansteigt. Inzwischen wurde festgestellt, dass es bei der zusätzlichen Einnahme anderer Medikamente zu Wechselwirkungen kommen kann, weshalb eine Therapie mit Johanniskraut immer von einem Arzt eingeleitet werden sollte. Viele hochdosierte Johanniskraut-Präparate dürfen in Deutschland deshalb auch nur noch von Ärzten verschrieben werden.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  17.07.2009; 22:07:31 Uhr



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