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Die Königskerze gehört zu den schleimlösenden Heilpflanzen

Von der Königskerze gibt es auf der ganzen Welt etwa 360 Arten, die allesamt zur Familie der Braunwurzgewächse gehören. Im Volksmund wird die Pflanze auch als Wollblume bezeichnet, weil ihre Blätter behaart sind. Die Königskerze ist eine zweijährige Pflanze, so dass sie im ersten Jahr eine Blattrosette ausbildet, aus der dann erst im zweiten Jahr der hohe Stängel emporwächst, der eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen kann. Der Stängel verzweigt sich nur wenig oder gar nicht und trägt zwischen Juni und September die goldgelben Blüten. Aufgrund ihrer besonderen Form wird die Königskerze immer mehr in heimischen Gärten angepflanzt. In der Natur findet man sie vor allem an Wegrändern, auch Kahlschlägen und Schuttflächen.

 

Bereits seit der Antike sind die heilenden Kräfte der Königskerze bekannt, denn schon Hippokrates erwähnte die Pflanze als Heilmittel bei der Behandlung von Wunden. Verwendet werden die getrockneten Blüten, die auch in der Apotheke erhältlich sind. Die Blüten können zu einem Tee verarbeitet werden, der bei Husten Linderung verschaffen soll. Das liegt an den reichlich vorhandenen Schleimstoffen und den Saponinen, welche zugleich auswurffördernd und schleimlösend wirken. Daneben enthält die Königskerze noch Rutin, ätherische Öle, Pektin, Hesperidin, Karotinoide, Glykoside und Iridoide.

 

In der Naturheilkunde werden die Kleinblütige, die Großblumige und die Gemeine Königskerze verwendet. Außer als Hustenmittel können die Extrakte der Königskerze auch zur Behandlung von grippalen Infekten, bei Blasen- und Nierenerkrankungen, Rheuma und Magen-Darmbeschwerden eingesetzt werden. Äußerlich finden die Blüten Anwendung als Badezusatz zur Anregung des Kreislaufes und zur unterstützenden Behandlung bei Hauterkrankungen. Auch Hildegard von Bingen, die sich in der Naturheilkunde einen großen Namen gemacht hat, erwähnte die Heilkräfte der Königskerze.

 

 

Bereits Hildegard von Bingen setzte auf die Wirkung der Königskerze

 


Die Königskerze gehört zu den am besten schleimlösenden Drogen, wozu noch die Malve und der Eibisch zählen. Es werden noch weitere traditionelle Anwendungsgebiete der Königskerze in der Literatur erwähnt, diese sind jedoch bisher nicht wissenschaftlich fundiert. Wenn man eine Tinktur aus den Extrakten der Königskerze verdünnt, lassen sich damit durchaus auch Magen-Darmerkrankungen behandeln. In der Volksheilkunde hat man die Blüten in ein gutes Öl eingelegt, um dann damit schmerzende Körperstellen einzureiben.

 

 

Die Königskerze ist sehr gut verträglich, denn es sind keine Neben- und Wechselwirkungen bekannt. Es kann bei empfindlichen Personen lediglich bei Hautkontakt zu allergischen Reaktionen kommen. Auch in der Homöopathie findet die Königskerze als Urtinktur Anwendung, außerdem werden Extrakte der Pflanze auch Salben und Ölen zugesetzt, um zum Beispiel Ohrenschmerzen, Furunkel, Wunden oder Hämorrhoiden damit zu behandeln.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

 




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  18.07.2009; 19:17:21 Uhr



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