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Kohl ist nicht nur ein gesundes Wintergemüse

Der Kohl gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und kommt in unzähligen Arten vor, wobei es sich mindestens um zweijährige Pflanzen handelt. Wenn man an Kohl denkt, so bringt man ihn am ehesten mit der einheimischen Küche in Verbindung, doch die wenigsten wissen, dass der Kohl nicht nur als Gemüse sehr gesund ist, sondern dass er auch in der Naturheilkunde Verwendung findet. Im Grunde können alle Kohlsorten in der Naturmedizin angewendet werden, am ehesten werden jedoch der Wirsing und der Weißkohl dafür benutzt.

Bei den alten Griechen galt die Pflanze sogar als heilig, weil man bereits damals um deren heilende Wirkung wusste. Der Kohl wird nur äußerlich angewendet, vor allem bei schlecht heilenden Wunden. Kohl hat die Eigenschaft, entzündete Hautstellen zu desinfizieren und die Entzündung zu lindern. Darüberhinaus hilft er der Haut, Giftstoffe auszuscheiden, so dass der Heilungsprozess beschleunigt werden kann. Er ist sogar in der Lage, Eiter aus den Wunden zu ziehen. Auch wenn die Haut intakt ist, können Kohlblätter aufgelegt werden, um den Abtransport von Flüssigkeit in den tieferen Gewebeschichten anzuregen.

Ein weiteres Einsatzgebiet des Kohles in der Naturmedizin ist die Behandlung von Gelenkbeschwerden und Rheuma. Dabei ist es ganz einfach, sich bei Gelenkschmerzen selbst eine Auflage aus Kohlblättern zu machen. Dazu müssen Kohlblätter so lange gewalkt werden, bis der Pflanzensaft auf der Oberfläche sichtbar ist. Das Blatt kann dann auf das schmerzende Gelenk aufgelegt und mit einem Verband fixiert werden. Der Effekt kann noch verstärkt werden, indem eine Plastikfolie darum gewickelt wird, damit die Haut zum Schwitzen angeregt wird.

 

 

Auch in der Naturheilkunde findet der Kohl Anwendung in der Wundbehandlung

 


Auch bei Zahnschmerzen kann ein Kohlblatt auf die betroffene Gesichtshälfte aufgelegt werden. Wichtig ist jedoch, dass das Kohlblatt immer frisch bearbeitet wird, damit ausreichend Pflanzensaft austritt. Der Kohl enthält Kupfer, Schwefel und Kalium auch die Vitamine C, B, K, E und A. Aus den Kohlblättern kann durch den Zusatz von Lanolin, Honig, Alkohol, Maiskeimöl und Bienenwachs auch eine Kohlsalbe hergestellt werden, die dann auch länger haltbar ist.

 

Bei Verdauungsbeschwerden kann auch der Genuß von frischem Kohlsaft helfen. Eine Entschlackung des Körpers kann man durchführen, indem man über einen Zeitraum von zwei Wochen täglich zwei Gläser frischen Kohlsaft trinkt. Durch die Zugabe von etwas Honig kann der bittere Geschmack etwas gemildert werden. Der Saft muss immer ganz frisch zubereitet werden und sollte im Kühlschrank nur für kurze Zeit aufbewahrt werden, da die Inhaltsstoffe sehr schnell verloren gehen.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske

 


 



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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  20.07.2009; 20:54:13 Uhr



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