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Lavendel, der lila-farbene Allrounder

Der Lavendel gehört zur Familie der Lippenblütler und ist vor allem wegen seiner charakteristischen lila Färbung und seinem außergewöhnlichen Duft bekannt. Der Strauch kann eine Höhe von ein bis zwei Metern erreichen und ist sehr stark verästelt. Solange die Blätter noch jung sind, ist an ihrer Oberfläche ein leichter, grauer Filz zu erkennen. Wenn die Blätter älter sind, dann vergrünen sie mit der Zeit. Die Blütenstände haben die Form von Ähren und erreichen eine Länge von etwa acht Zentimetern. Die Blütezeit des Lavendels ist von Juli bis August, neben den ätherischen Ölen sind auch Saponine, Gerbstoffe und Glykoside darin enthalten.

 

Ursprünglich stammt der Lavendel aus dem Mittelmeerraum, wo er meistens an sonnigen Hängen gedeiht. Je mehr Sonne die Pflanze abbekommt, umso intensiver fällt der Duft aus. Den Lavendel findet man sehr häufig in heimischen Gärten, zum einen wegen seines betörenden Duftes und zum anderen, weil er Läuse von Rosen fernhalten kann. Aufgrund seines Aromas, wird der Lavendel gerne zur Herstellung von Düften verwendet. In kleinen Säckchen wird der getrocknete Lavendel häufig in Kleiderschränke gelegt, um die Motten fernzuhalten.

 

Im Handel gibt es Lavendelöl, welches eine beruhigende Wirkung auf den menschlichen Körper haben soll. Es gibt Duftöle für Aromalampen, aber auch Massageöle oder Bäder, denen Lavendel zugesetzt wurde. Bäder mit Lavendel-Zusatz können bei niedrigem Blutdruck und Nervosität helfen. Lavendel kann jedoch nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich angewendet werden. Zu den Anwendungsbereichen gehören Einschlafstörungen, Unruhezustände oder Magen- und Darmbeschwerden.

Der Lavendel findet nicht nur in der Parfümherstellung Verwendung


Weltweit werden verschiedene Lavendel-Sorten angebaut, wobei vor allem die Provence für ihre riesigen Lavendel-Felder berühmt ist. Dabei handelt es sich oftmals jedoch nicht um den Echten Lavendel, sondern um eine Kreuzung mit dem Speick-Lavendel. Die getrockneten Blüten des Lavendels können auch zu Tee verarbeitet werden und sind häufig in Teemischungen zu finden. Der Tee kann auch äußerlich angewendet werden, genauso wie eine Lavendel-Tinktur, die ebenfalls der inneren Anwendung dienen kann. Die getrockneten Blüten können auch in ein kleines Kissen eingearbeitet werden, welches Babys beruhigen kann, wenn man es in ihr Bettchen legt.

 

In Cremes, Ölen und Salben dient Lavendel der Hautpflege, da er Hautreizungen lindern kann. Zusammen mit Weingeist und Weinessig kann aus den Lavendelblüten auch ein Kräuteressig hergestellt werden, mit dem man Beschwerden bei Rheuma oder Gicht lindern kann, indem man die Gelenke damit einreibt. Die Vorzüge des Lavendels sind schon sehr lange bekannt, denn bereits die Römer nutzen ihn als Badezusatz, und auch Hildegard von Bingen erwähnte ihn lobend.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  02.08.2009; 15:19:30 Uhr



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