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Liebstöckel nicht nur als Gewürz

Der in der Umgangssprache auch als Maggikraut oder Luststock bezeichnete Liebstöckel, gehört zur Familie der Doldenblütler. Über die Herkunft der Pflanze ist man sich nicht ganz einig, man vermutet jedoch, dass sie aus dem Mittleren oder Nahen Osten stammt. Heute findet man den Liebstöckel europaweit in vielen Kräuter- und Gemüsegärten, da er in der Küche als Gewürz Verwendung findet.

 

Die krautige Pflanze ist besonders ausdauernd und winterhart, und erreicht meistens eine Höhe zwischen einem und zwei Metern. Der Liebstöckel verströmt einen sehr aromatischen Duft, und der Stängel hat eine sehr intensive grüne Färbung. Von Juni bis August sind die hellgrünen bis gelblichen Blüten erkennbar, die kleinen, braunen Früchte sind zwischen August und September reif. In der Küche werden die frischen Blätter der Pflanze zum Würzen verwendet, der Geschmack ist leicht bitter und scharf. In der Naturheilkunde finden dagegen nicht die Blätter Anwendung, sondern die Samen und die Wurzeln. Diese werden vor allem bei Beschwerden im Bereich des Harnapparates, mit der Verdauung und den weiblichen Fortpflanzungsorganen angewendet.

 

Die Blätter des Liebstöckels können im Frühjahr gesammelt werden, die Wurzeln im Frühjahr oder im Spätherbst, und die Samen im Spätsommer. In der Naturmedizin wird der Liebstöckel in erster Linie bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Er kann die Verdauung fördern und gleichzeitig auch den Appetit anregen. Entweder wird aus den Blättern, den Samen oder der Wurzel ein Tee oder eine Tinktur hergestellt, oder man würzt einfach das Essen mit den Samen oder den Blättern der Pflanze. Als Bestandteil der so genannten Carminativum-Tinktur kann der Liebstöckel Blähungen auf sanfte Weise lindern.

Der Liebstöckel kann bei zahlreichen Beschwerden helfen


Ein weiteres wichtiges Einsatzgebiet des Liebstöckels in der Medizin sind Probleme mit den Harnwegen und dem Stoffwechsel. Die Pflanze hat eine harntreibende Wirkung und kann den Stoffwechsel somit optimal aktivieren. Dank dieser Eigenschaft kann der Liebstöckel auch Wassereinlagerungen in Beinen und Füßen verhindern. Darüberhinaus soll er auch eine stärkende Wirkung auf das Herz haben. Viele Heilpraktiker setzen den Liebstöckel auch zur Behandlung von Gicht und Rheuma ein. Mit Weißwein kann ein Liebstöckel-Wein selbst hergestellt weden, der beim Abtransport von Nierengrieß oder Nierensteinen hilfreich sein soll.

 

Liebstöckel darf niemals in der Schwangerschaft angewendet werden, da er eine wehenfördernde Wirkung hat. Deshalb wird er manchmal von Hebammen eingesetzt, um die Wehentätigkeit zu verstärken. Die Pflanze kann außerdem Unterleibskrämpfe während der Menstruation lindern. Äußerlich kann der Liebstöckel zur Behandlung von Hautproblemen wie Ekzemen, Wunden oder Furunkeln eingesetzt werden. Solange eine Erkältung nicht von Fieber begleitet wird, kann die Pflanze Beschwerden wie Ohrenschmerzen, Husten oder Halsschmerzen lindern.

 

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  02.08.2009; 15:28:14 Uhr



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