Löwenzahn ist nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund
Der Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler und erreicht eine Höhe zwischen 10 und 30 Zentimetern. In allen Teilen des Löwenzahns ist der typische milchige Pflanzensaft enthalten. Charakteristisch für den Löwenzahn sind die stark eingeschnittenen, gezähnten Blätter, die bis zu 30 Zentimeter lang werden können. Zwischen April und Mai zeigen sich die typischen gelben Blüten, die sich bei Regen, bei Trockenheit und in der Nacht zum Schutz schließen.
Nach dem Verblühen erscheinen dann die Früchte des Löwenzahnes, die kleinen Flugschirmchen der Pusteblume. Da die Früchte ganz leicht durch den Wind verteilt werden, findet sich der Löwenzahn an sehr vielen Stellen und kann vor allem im heimischen Garten sehr störend sein. Der Löwenzahn hat die Fähigkeit sich unterschiedlichen Standorten optimal anpassen zu können, was ihn zu einer sehr robusten und ausdauernden Pflanze macht. Ursprünglich stammt der Löwenzahn aus Europa und dem westlichen Teil von Asien, kommt inzwischen jedoch fast auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel vor. Der Löwenzahn wächst wild an Wegrändern, Wiesen und in heimischen Gärten.
Aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe, spielt der Löwenzahn auch in der Naturheilkunde eine wichtige Rolle. Neben den Vitaminen A, B, C und D, enthält er auch Inulin, Bitterstoffe, Mineralstoffe und Cholin. Die Blätter und Blüten können im Frühling gesammelt werden, die Wurzeln im Frühling oder im frühen Herbst. Dem Löwenzahn wird die Fähigkeit zur Blutreinigung nachgesagt, so dass viele im Frühjahr eine Reinigungskur machen. Alle Verdauungsorgane, sowie die Nieren und die Blase, werden angeregt, so dass der Körper optimal entschlacken kann. Aus diesem Grund wird der Löwenzahn auch häufig bei rheumatischen Erkrankungen angewendet.
Der Löwenzahn spielt eine wichtige Rolle in der Naturheilkunde
Im Frühjahr ist die Konzentration an Bitterstoffen in der Pflanze wesentlich größer als im Herbst, so dass die Wirkung auf den Verdauungsapparat im Frühjahr am besten ist. In der Naturheilkunde finden sowohl die Wurzeln als auch die Blätter und die Blüten Anwendung. Die beste Wirkung wird erzielt, wenn alle drei Pflanzenbestandteile verarbeitet werden. Am ehesten wird der Löwenzahn zur Herstellung von Tee oder einer Tinktur verwendet. Die Heilkräfte des Löwenzahnes sind schon seit sehr langer Zeit bekannt, früher wurde der Pflanzensaft zur Behandlung von Augenentzündungen benutzt.
Die Wurzeln des Löwenzahnes können auch getrocknet und gemahlen werden, um sie dann als Gewürz einzusetzen. Als Gewürz angewendet, soll der Löwenzahn Ablagerungen an den Gelenken lösen können. Durch das in ihm enthaltene Inulin ist der Löwenzahn in der Lage, für eine Senkung des Cholesterinspiegels zu sorgen. Die Blätter des Löwenzahnes enthalten Kalium, Phosphor, Eisen und Flavonoide, während die Wurzel einen besonderen Bitterstoff enthält, der den Appetit anregen kann.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 02.08.2009; 15:46:59 Uhr