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Die Malve ist nicht nur eine prächtige Zierpflanze

Die Malven bilden eine eigenständige Pflanzenfamilie und sind in Nord-Afrika, Asien und Europa beheimatet. Es gibt verschiedene Arten, so dass es sowohl einjährige als auch mehrjährige Sorten gibt. Die krautige Pflanze wächst sehr aufrecht und kann eine Höhe von bis zu 150 Zentimetern erreichen, teilweise auch bis zu zwei Meter. Die Malve gehört zu den ältesten Nutzpflanzen, denn sie wurde bereits in der Antike als Heil- und Gemüsepflanze kultiviert.

 

Die Früchte der Pflanze sind sehr schleimhaltig, so dass sie in früheren Zeiten zur Zubereitung von Kinderbrei verwendet wurden. Normalerweise handelt es sich bei der Malve um eine zweijährige Pflanze, wobei auch einzelne einjährige Arten vorkommen. Die rosavioletten Blüten mit ihren fünf Kronblättern werden zwischen Mai und September sichtbar. Typisch für die Malve sind die zahlreichen Staubblätter, bei denen die langen Staubfäden in Form einer Säule miteinander verbunden sind. Die Malve ist eine sehr anspruchslose Pflanze, sie mag einen trockenen bis feuchten Boden mit vielen Nährstoffen, am besten in sonniger bis halbschattiger Lage. Idealerweise ist er durchlässig, humos und auch etwas kalkhaltig, dann kann die Malve prächtig gedeihen. Sie vertragen allerdings keine Staunässe, und dem Boden sollte auch kein Torf untergemengt werden.

 

Die Naturmedizin macht sich vor allem den sehr hohen Schleimgehalt der Pflanze zunutze, und deshalb wurde die Pflanze schon sehr früh als Schleimlöser bei Husten eingesetzt. Auch bei Verstopfungen fand sie Anwendung, in diesem Fall wurden die Blütenblätter verzehrt. Im Mittelalter wurde die Malve auch in Europa als Heilpflanze entdeckt, als Karl der Große sie in Klostergärten anbauen lies. Äußerlich wurde die Pflanze vor allem zum Abschwellen nach einem Bienenstich verwendet.

Malven enthalten wertvolle Schleimstoffe


Heute wird die Malve in erster Linie in Tees verarbeitet, um bei Husten zu einer besseren Schleimlösung beizutragen und den Hustenreiz zu lindern. Hierfür werden die getrockneten Blütenblätter verwendet, die auch bei Reizungen der Schleimhaut im Mund- und Rachenraum zum Einsatz kommen können. Die getrockneten Laubblätter werden dagegen auch bei Reizungen im Magen-Darm-Bereich eingesetzt, aber auch bei Katarrhen der oberen Luftwege.

 

Die Schleimstoffe der Malve legen sich wie ein Schutzfilm über das gereizte Gewebe, so dass es sich schneller regenerieren kann. So kann sie auch bei einer rauen Stimme, bei einer Kehlkopfentzündung oder bei Heiserkeit für Linderung sorgen. Wenn man einen Tee aus Malvenblüten oder -blättern zubereitet, so darf man dafür nie kochendes Wasser verwenden, damit die Schleimstoffe nicht zerstört werden. Die Blüten und Blätter werden nur mit lauwarmem Wasser übergossen, um den Sud dann fünf bis zehn Stunden ziehen zu lassen, wobei er von Zeit zu Zeit umgerührt wird.

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  02.08.2009; 17:56:43 Uhr



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