Mate stammt ursprünglich aus Südamerika
Der Mate-Strauch gehört zur Familie der Stechpalmen-Gewächse und ist in Südamerika beheimatet. Dort wächst er wild in den Wäldern Brasiliens, Uruguays, Paraguays und Argentiniens, wobei er in diesen Ländern auch als Kulturpflanze angebaut wird. Fast die Hälfte des auf dem Markt erhältlichen Mates stammt jedoch von den wilden Pflanzen in Südamerika. Der Mate-Baum erreicht in der Wildnis eine Höhe von bis zu 14 Metern, in der Kultur allerdings nur bis etwa sechs Meter.
Seine immergrüne Krone hat eine ovale Form, und die Blüten wachsen in dicken Büscheln. Die rotviolette Steinfrucht enthält den Samen, der die harte Schale der Frucht jedoch nicht durchbrechen kann. Deswegen haben die Früchte eine sehr auffallende Farbe, damit Vögel angelockt werden, um die Früchte zu fressen. Erst durch diesen Verdauungsvorgang können die Keimlinge nach draußen gelangen. Der Mate-Strauch hat bei einer Temperatur zwischen 20 und 23 Grad, in einer Höhe von 400 bis 800 Metern und bei mittlerer bis hoher Luftfeuchtigkeit ideale Wachstumsbedingungen.
Während der ersten beiden Jahre müssen die jungen Pflanzen noch beschattet werden, da sie äußerst lichtempfindlich sind. Nach zwei Jahren werden sie knapp über dem Boden abgeschnitten, so dass sie kräftige Triebe entwickeln können. Erst nach vier Jahren ist dann die erste Ernte möglich, anschließend kann alle ein bis zwei Jahre geerntet werden. Vor allem in Südamerika wird aus Mate ein Aufgussgetränk zubereitet, doch auch in Europa erfreut sich der Mate-Tee inzwischen großer Beliebtheit. Vor allem in Argentinien trinken viele Menschen regelmäßig diesen Tee, durch arabische Auswanderer gelangte das Getränk auch nach Syrien, den Libanon und auf die Kanarischen Inseln.
Der Mate-Tee hilft bei zahlreichen Beschwerden
Aufgrund zahlreicher wertvoller Inhaltsstoffe kann dem Mate-Tee eine positive Auswirkung auf den menschlichen Organismus bescheinigt werden. Die Blätter des Mate-Strauches enthalten neben Coffein noch Gerbstoffe, Theophyllin und Theobromin. Wenn der Tee aufgegossen wurde, sind auch die Vitamine B1, B2, A und C nachweisbar, sowie ätherische Öle und Chlorophyll. In Deutschland bekam der Mate-Tee vom Bundesgesundheitsamt sogar eine Zulassung als Arzneimittel. Er soll die körperliche Leistung steigern und den Hunger unterdrücken, weshalb er auch häufig im Rahmen eine Diät eingesetzt wird.
Darüberhinaus soll er die Muskulatur, die Nerven und den Stoffwechsel anregen und die Bildung von Magensaft und Speichel fördern. Außerdem wird die Bildung von Schweiß und Harn angeregt, so dass eine Entgiftung und Entschlackung des Körpers erfolgen kann. Durch das enthaltene Koffein kann Mate-Tee den Kreislauf stärken und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit steigern. Durch die Gerbstoffe macht auch eine Behandlung von gereizter Haut Sinn.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 02.08.2009; 18:06:09 Uhr