Meerrettich ist nicht nur ein Gemüse sondern auch eine Heilpflanze
Der Meerrettich gehört der Familie der Kreuzblütengewächse an, die Wurzel ist vor allem zum Würzen oder als Gemüse beliebt. Während diese im rohen Zustand kaum riecht, verströmt sie nach dem Anschneiden einen scharfen Geruch, der auch zur Tränenbildung führt. In Bayern, Franken und Österreich wird der Meerrettich auch als Kren bezeichnet. Immer beliebter wird auch der japanische Wasabi, der jedoch im Geschmack etwas intensiver ist.
Die Meerrettich-Staude kann eine Höhe von bis zu 120 Zentimetern erreichen, wobei eine Frucht etwa 30 bis 40 Zentimeter lang wird, und einen Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern erreichen kann. Bereits in der Antike war der Meerrettich bekannt, in Deutschland wurde er etwa ab dem Mittelalter populär. Der Meerrettich stammt ursprünglich aus Süd- und Osteuropa, in einigen Teilen des ehemaligen Russlands kommt er sogar noch in der Wildform vor.
Die Wurzel enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie die Vitamine C, B1, B2, B6, Magnesium, Phosphor, Kalium, Calcium und Eisen. Dazu kommen noch Senfölglykoside, ätherische Öle, Flavone und Allicin. Den meisten Menschen ist der Meerrettich aus der Küche bekannt, wo er zu Fisch, Wurst, als Sauce oder zu Fleisch gereicht wird. Aber auch in der Naturheilkunde kommt man an der scharfen Wurzel nicht vorbei.
Bereits im Mittelalter setzte man den Meerrettich bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen ein, noch bevor er den Weg in die Küche fand. Er wurde unter anderem zur Behandlung des Dreitagefiebers, von Ohrenschmerzen oder auch Vergiftungen eingesetzt. Da der Meerrettich besonders viel Vitamin C enthält, wird er heutzutage zur Stärkung der Abwehrkräfte und zur Behandlung von Erkältungskrankheiten angewendet. In einigen in der Apotheke erhältlichen Arzneimitteln gegen Harnwegsinfektionen und grippale Infekte ist auch ein Meerrettich-Extrakt enthalten.
Der Meerrettich enthält antibiotische Wirkstoffe
Inzwischen hat man im Meerrettich auch Wirkstoffe nachgewiesen, die wie ein Antibiotikum wirken, und somit Bakterien in ihrem Wachstum hemmen können. Außerdem wurden schwefelhaltige Stoffe entdeckt, die sogar Krebs vorbeugen könnten. Es gibt jedoch auch gesundheitliche Beschwerden, bei denen man auf jeden Fall auf Meerrettich verzichten muss. Dabei handelt es sich um Magengeschwüre, Blasen- und Nierenleiden, sowie eine Fehlfunktion der Schilddrüse.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 02.08.2009; 18:12:24 Uhr