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Die Melisse war bereits in der Antike für ihre Heilkräfte bekannt

Die Melisse gehört zur Familie der Lippenblütler und stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Die Melisse, die auch als Zitronenmelisse bekannt ist, ist eine sehr robuste Pflanze, die bis zu 30 Jahre alt werden kann. Die krautige Pflanze kann zwischen 20 und 100 Zentimeter hoch werden und verströmt einen mehr oder weniger nach Zitronen riechenden Duft. Die aufrechten Stängel sind in den meisten Fällen leicht behaart, zur Blütezeit zeigen sich in den Blattachseln so genannte Scheinquirle mit einer weißen oder gelblichen Färbung.

 

Der Name der Pflanze stammt aus dem Griechischen, wo er „Honigbiene" bedeutet, was daran liegt, dass die Pflanze die Bienen sehr stark anzieht. Schon die Griechen und Römer wussten in der Antike über die Heilkräfte der Melisse, so dass sie bereits zu dieser Zeit angebaut wurde. Zur Zeit von Karl des Großen kam die Pflanze dann nach Deutschland, wo sie zuerst in Klostergärten kultiviert wurde. Auch Hildegard von Bingen erwähnt die Melisse in ihren Aufzeichnungen und bezeichnete sie als eine Pflanze, welche das Herz freudig macht.

 

Anfang des 17. Jahrhunderts entwickelten französische Mönche den Melissengeist, der die Körperfunktionen anregen sollte. In früheren Zeiten wurde die Melisse hauptsächlich äußerlich angewendet, um rheumatische Beschwerden, Nervenschmerzen, Geschwüre und offene Wunden zu behandeln. Früher fand die Melisse auch Anwendung in der Frauenheilkunde, zum Beispiel um das Schwangerschaftserbrechen oder Unterleibskrämpfe während der Periode zu behandeln. Die Blätter müssen vor der Blüte der Melisse geerntet werden, damit die wertvollen ätherischen Öle daraus gewonnen werden können. Außer den ätherischen Ölen enthält die Melisse noch Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe und Rosmarinsäure.

Melisse wird sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet


Die ätherischen Öle der Melisse haben krampflösende, beruhigende und verdauungsfördernde Eigenschaften. Schulmediziner konnten sogar eine virenhemmende Wirkung nachweisen, was besonders bei der Behandlung von Herpeserkrankungen eine wichtige Rolle spielen könnte. In der Melisse sind Bitterstoffe enthalten, die den Appetit anregen können, weil sie für eine gesteigerte Produktion von Gallen- und Magensäften sorgen. Es gibt auch Hinweise dafür, dass die Melisse einen positiven Einfluss auf Funktionsstörungen der Schilddrüse haben könnte.

 

Die Melisse wird häufig in Teemischungen verarbeitet, wo sie eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem haben soll. Sehr oft wird die Melisse auch mit anderen beruhigenden Wirkstoffen aus dem Hopfen oder dem Baldrian in Präparaten kombiniert, welche den Schlaf fördern sollen. Die Melisse ist in Form von Tropfen, Tee, Melissengeist oder Badezusätzen im Handel erhältlich und wird darüberhinaus in zahlreichen Fertigpräparaten verarbeitet, hauptsächlich zur Beruhigung und Schlafförderung in Kombination mit anderen pflanzlichen Wirkstoffen.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  05.08.2009; 18:48:06 Uhr



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