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Nachtkerzenöl wird erfolgreich bei Neurodermitis eingesetzt

Die Nachtkerze gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse und stammt ursprünglich aus Nordamerika. Im 17. Jahrhundert gelangte sie dann als Zierpflanze auch nach Europa, wo sie inzwischen sehr weit verbreitet ist. Die Nachtkerze ist eine zweijährige Pflanze, die im ersten Jahr eine Blattrosette ausbildet, aus welcher dann im zweiten Jahr ein behaarter Blütenstand empor wächst. Dieser erreicht in der Regel eine Höhe von etwa einem Meter, kann aber auch durchaus bis zu zwei Meter hoch werden.

 

Anfang Juni bilden sich dann an dem Blütenstand die typischen intensiv-gelben Blüten, bei idealen Bedingungen blüht die Nachtkerze bis in den September hinein. Bei der Nachtkerze öffnen sich die Blüten innerhalb weniger Minuten, was sie zu einer ganz besonderen Pflanze in der Botanik macht. Wenn die Blüten sich geöffnet haben, dann verströmen sie einen süßlichen Geruch, der jedoch von vielen Menschen als unangenehm empfunden wird. Nachdem die Nachtkerze im 17. Jahrhundert in Europa heimisch wurde, entdeckten die Menschen schnell, dass es sich nicht nur um eine wunderschöne Zierpflanze handelt, sondern dass die Wurzeln und Blätter auch essbar sind. Die Nachtkerze bevorzugt einen trockenen Boden, der möglichst viel Kalk, dafür aber nicht allzu viel Nährstoffe, enthält.

 

Aus der Naturheilkunde ist die Nachtkerze inzwischen nicht mehr wegzudenken. Bereits die Indianer in Nordamerika setzten die Nachtkerze auch als Heilpflanze ein. Heute spielt vor allem das wertvolle Öl der Nachtkerze eine wichtige Rolle in der Pflanzenheilkunde. Da es spezielle Linolsäuren enthält, wird es seit längerer Zeit sehr erfolgreich in der Therapie von Neurodermitis eingesetzt, wo es innerlich, meistens in der Form von Kapseln, angewendet wird.  Allerdings ist das Nachtkerzenöl sehr teuer, so dass man für eine entsprechende Therapie viel Geld aufbringen muss.

Das teure Öl der Nachtkerze enthält essentielle Fettsäuren


Wenn man unter einem Ausschlag leidet, können die Samen der Pflanze auch direkt zerstoßen und auf das betroffene Hautgebiet aufgebracht werden. Das aus den Nachtkerzensamen gewonnene Öl wird jedoch auch äußerlich angewendet, da es einen positiven Effekt auf das Erscheinungsbild der Haut hat. Innerlich angewendet, vermag das Öl der Nachtkerze jedoch noch wesentlich mehr gesundheitliche Beschwerden zu lindern. Es kann zum Beispiel den Cholesterinspiegel senken, und sich positiv bei einer Zuckererkrankung, Arthritis oder dem Prämenstruellen Syndrom auswirken.

 

Auch bei Multipler Sklerose können entsprechende Präparate zur unterstützenden Behandlung verabreicht werden. Inzwischen wurde auch festgestellt, dass sich die Gabe von Nachtkerzenöl auch bei hyperaktiven Kindern lohnen kann, da manchen von ihnen lediglich spezielle Fettsäuren fehlen. Bisher wird eine Behandlung mit Nachtkerzenöl von den Krankenkassen noch nicht übernommen, so dass ein Therapieversuch auch leider immer eine Frage des Geldes ist.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  05.08.2009; 19:06:10 Uhr



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