Neem-Produkte werden seit rund 2000 Jahren in Indien angewendet
Der Neembaum, der zur Familie der Mahagonigewächse gehört, war ursprünglich in Indien, Burma und Pakistan beheimatet, ist jedoch inzwischen weltweit in Gebieten mit tropischem und subtropischem Klima zu finden. Trockenheit und Hitze können dem Laubbaum nichts anhaben, da er in diesem Fall einfach Blätter abwirft. Der Baum wächst sehr schnell in die Höhe und kann bis zu 20 Meter hoch werden.
Nach einigen Jahren trägt der Neembaum die ersten Steinfrüchte, die den Oliven sehr ähnlich sind. Diese Früchte enthalten die Samen, aus denen das wertvolle Neem-Öl gewonnen wird, welches die Basis für verschiedene Präparate ist. Dazu werden die Samen, die zu 40 Prozent aus Öl bestehen, getrocknet und anschließend gemahlen. Aber auch die anderen Teile des Baumes, wie zum Beispiel die Blätter, enthalten die wertvollen Wirkstoffe, allerdings in ganz unterschiedlicher Zusammensetzung.
In Südostasien und in Indien sind die Heilkräfte des Neem-Öles bereits seit mehreren tausend Jahren bekannt. In Vorderasien und Ostafrika machen sich die Menschen die insektenabweisende Wirkung des Öles zunutze, um lästige Plagegeister aus den Gärten und Häusern zu vertreiben. In der indischen Naturheilkunde werden Neem-Präparate bereits seit etwa 2.000 Jahren eingesetzt, um verschiedene gesundheitliche Beschwerden damit zu behandeln. Dazu zählen unter anderem Lepra, Anämie, Bluthochdruck, Nesselsucht, Geschwüre, Hepatitis, Erkrankungen der Schilddrüse, Verdauungsprobleme und Diabetes.
Das Neem-Öl ist ein wichtiger Wirkstoff in der ayurvedischen Medizin
Da viele Menschen eine Resistenz gegenüber Antibiotika entwickelt haben, wurden inzwischen Versuche mit Neem-Produkten durchgeführt, um eine Alternative zu finden. Es konnte inzwischen eine Wirksamkeit bei Geschwüren, Abszessen, Hauterkrankungen und Typhus nachgewiesen werden, wo Antibiotika keine Wirkung mehr zeigten. Auch im Bereich der Malaria-Prophylaxe könnten Neem-Produkte in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, wobei hier die Untersuchungen noch andauern. Darüberhinaus wird überprüft, ob das Neem-Öl künftig auch begleitend in der Krebs-Therapie eingesetzt werden kann. In Deutschland ist die tropische Pflanze auch als Niem gekannt, und das Öl wird gerne in Naturkosmetika eingesetzt, da es sich sehr positiv auf die Haut auswirkt.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 05.08.2009; 20:26:53 Uhr