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Oregano spielt auch in der Pflanzenheilkunde eine wichtige Rolle

Der Oregano gehört zur Familie der Lippenblütler und findet sowohl als Gewürz- als auch als Heilpflanze Anwendung. Er wird in der Umgangssprache auch als Dost, Dorst oder Wilder Majoran bezeichnet. Ursprünglich war der Oregano im Mittelmeerraum beheimatet, weshalb er vor allem in der Küche dieser Region häufig vertreten ist. Inzwischen wird der Oregano weltweit angebaut, er benötigt lediglich genügend Wärme und einen kalkhaltigen Boden, um optimal zu gedeihen.

 

Die krautige Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern und ist mehrjährig. Der Wurzelstock ist in den meisten Fällen etwas verholzt und bringt mehrere verzweigte, aufrecht wachsende Stängel hervor. An den Stängeln und Zweigen der Pflanze ist eine ganz leichte Behaarung zu erkennen, bei einigen Sorten auch an den Blatträndern. Zwischen Juli und September zeigen sich die rosavioletten, in einigen Fällen auch weißen, Blüten in kugeligen Rispen angeordnet.

 

Zu den Inhaltsstoffen des Oregano zählen neben den ätherischen Ölen noch Gerb- und Bitterstoffe sowie Vitamin C. Seit etwa 300 bis 400 Jahren findet der Oregano als Würzmittel in der internationalen Küche Anwendung. Um ihn zu trocknen, werden die Stängel rund eine Handbreit über der Erde abgeschnitten und an einem dunklen Ort aufgehängt. Erst nach dem Trocknen streift man die Blätter ab und kann sie trocken aufbewahren. Oftmals haben die getrockneten Blätter sogar mehr Aroma, als die frischen.

Oregano ist sogar in der Lage, Entzündungen zu heilen


Bereits die Griechen wussten um die Heilkräfte des Dost, denn bereits in den Werken aus der Zeit des ersten Jahrhunderts, wird der Oregano erwähnt. Damals wurde die Pflanze vor allem zur Behandlung von Hämorrhoiden und zur Beschleunigung von Geburten eingesetzt. Auch  im Mittelalter war die Anwendung von Oregano in der Medizin sehr weit verbreitet. In der Aromatherapie macht man sich vor allem das Oreganoöl zunutze, da es reich an wertvollen Phenolen ist. Dieses Öl ist besonders effektiv gegen Bakterien, sollte jedoch nur innerlich angewendet werden, da es die Haut stark reizen kann. Inzwischen hat man auch nachgewiesen, dass diese Oregano-Präparate bei Erkrankungen der oberen Atemwege und bei Problemen mit der Verdauung sehr wirksam sind.

 

Heutzutage ist der Oregano auch in zahlreichen Teemischungen gegen Magen- und Darmbeschwerden enthalten, um die Krämpfe zu lindern. Es kann jedoch auch eine Tinktur aus Oregano hergestellt werden, welche dann bei Menstruationsbeschwerden oder zur Linderung von Husten eingesetzt werden kann. Im Falle von Husten macht man sich die schleimlösende Eigenschaft des Oreganos zunutze. Dabei ist zu beachten, dass Oregano während der Schwangerschaft auf keinen Fall innerlich angewendet werden darf. Es wurde in der Pflanze ein besonderer Wirkstoff gefunden, der in der Lage ist, Entzündungen zu lindern.

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  07.08.2009; 21:32:40 Uhr



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