Die Papaya ist nicht nur eine leckere Frucht
Die Papaya gehört zur Familie der Melonenbaumgewächse und ist eine Staude, die vermutlich ursprünglich in Mexiko beheimatet war. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier die Pflanze dann auch auf die Philippinen und auf die Antillen, heute wird sie auch in Afrika, Südamerika, Indien und Australien kultiviert. Obwohl die Pflanze wie ein Baum aussieht, gehört die Papaya zu den Sträuchern, in einer weitgehend unverzweigten, aufrechten Form.
Die Pflanze erreicht eine Höhe zwischen fünf und zehn Metern und wirft kontinuierlich Blätter ab, so dass der Stamm unten kahl ist und oben eine kleine Baumkrone hat. Die riesigen Blätter können einen Durchmesser von bis zu 70 Zentimetern haben und sind tief gelappt. Die Blüten und später die Früchte entstehen in den Blattachseln am ganzen Stamm. Die ovalen Früchte des Strauches werden bis zu 45 Zentimeter lang und können einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter erreichen. Die meisten Papayas, die man bei uns im Handel findet, stammen aus Brasilien oder Hawaii und erreichen lediglich ein Gewicht von rund einem Pfund. Das hell-orangene bis rosa-farbene Fruchtfleisch umgibt eine Reihe von schwarzen Kernen, die Schale der Frucht ist gelblich-grün.
In den Kernen der Papaya ist das wertvolle Enzym Papain enthalten, welches in der Lage ist Eiweiße zu spalten. Bereits früh wurden die positiven Effekte der Papaya auf den menschlichen Organismus festgestellt, so dass man die Kerne früher zur Entwurmung verwendete. Die Indios verwendeten die Papaya bei Problemen mit der Verdauung, und um die Produktion von Gallensäften anzuregen. Ein daraus gewonnenes Pulver kann dafür sorgen, dass Fleisch schön zart bleibt. In der Küche werden die unreifen Früchte als Gemüse verarbeitet, während die süße, reifen Früchte als Obst Verwendung finden.
Bereits die Ureinwohner Mexikos schwörten auf die Heilkräfte der Papaya
Auch die Hormonproduktion, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, soll durch die Papaya angeregt werden. Der Verzehr der etwas scharfen Kerne soll bei Magen-Darm-Problemen, wie zum Beispiel Durchfall, helfen. Auch heute kann die Papaya noch zur Entwurmung verwendet werden, was dieses milde Arzneimittel vor allem für den Einsatz in der Kinderheilkunde prädestiniert. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin und in den Ländern Afrikas hat die Papaya bereits seit langem einen festen Platz.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 07.08.2009; 21:47:25 Uhr