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Der Quendel ist die mildere Variante des Thymians

Der Quendel, der zur Familie der Lippenblütler gehört, ist auch als Wilder Thymian, Berg-Thymian, Feld-Thymian oder Karwendel bekannt. Die stark verzweigte Pflanze erreicht eine Höhe von lediglich 30 Zentimetern und verströmt einen aromatischen, balsamischen Duft. Die winzigen Blätter des Quendels verfügen über zahlreiche Drüsen, in denen das ätherische Öl gebildet wird. Zwischen Mai und Oktober sind die rosa bis purpur-farbenen Blüten zu sehen, oftmals bilden unzählige Pflanzen einen richtigen Rasen.

 

Der Quendel gedeiht am besten an sonnigen und trockenen Stellen, so dass er überwiegend zwischen Felsen, an Berghängen, auf sonnigen Wiesen oder an Wegrändern zu finden ist. Der Garten-Thymian ähnelt dem Quendel sehr stark, ist sogar noch wesentlich aromatischer und hat auch die größeren Heilwirkungen. Der Quendel findet auch in der Küche als Gewürz Anwendung, wobei hier sowohl frische Blätter als auch Blüten zum Einsatz kommen. In vielen mediterranen  Gerichten ist er zu finden, wobei er bei schweren Fleischgerichten die Verdauung etwas erleichtern kann.

 

Bereits in der Antike waren die Heilkräfte des Quendels bekannt, die Pflanze wurde auch in vielen Kulturen den Göttern geopfert. Auch in den Unterlagen von Hildegard von Bingen findet der Quendel Erwähnung. Für die Naturheilkunde wird das blühende Kraut von Juni bis Juli geerntet. Neben ätherischen Ölen enthält die Pflanze auch noch wenig Gerb- und Bitterstoffe, sowie verschiedene Mineralien. In der Naturmedizin kommt dem Quendel in etwa die gleiche Bedeutung zu wie dem Thymian, auch wenn die Wirkung schwächer ist. Dabei kann die Heilpflanze sowohl äußerlich als auch innerlich zur Anwendung kommen, denn die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig.

Mit dem Quendel lassen sich viele gesundheitliche Beschwerden behandeln


Dem Quendel werden entzündungshemmende, krampflösende, blutstillende, schweisstreibende, schleimlösende und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Am häufigsten wird der Quendel bei Beschwerden im Bereich der Atemwege eingesetzt. Bei Erkältungen und Husten kommt die antibakterielle Wirkung des Quendels zum Tragen, denn er kann Krankheitserreger bekämpfen. Gerade bei Keuchhusten, Asthma oder Reizhusten können die Wirkstoffe des Quendels die Spasmen lindern. Darüberhinaus ist er in der Lage, den Schleim zu lösen, so dass das Abhusten wesentlich leichter fällt.

 

Ein weiterer Bereich, in dem der Quendel gut wirkt, ist der Verdauungstrakt, wo er die Verdauung anregt und gegen Blähungen und Sodbrennen hilft. Seine krampflösenden Eigenschaften macht man sich auch in der Frauenheilkunde zunutze, wo er Menstruationsbeschwerden lindern oder die Geburt erleichtern kann. In Form von Tee verabreicht, kann sich der Quendel auch sehr positiv auf das Nervensystem auswirken und bei Einschlafstörungen helfen. Der Quendel-Tee oder eine Tinktur können auch äußerlich bei Wunden, Hautentzündungen, Prellungen oder Quetschungen angewendet werden.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  08.08.2009; 22:38:46 Uhr



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