Die Rosskastanie ist seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde bekannt
Die Rosskastanie gehört zur Familie der Seifenbaumgewächse, und es gibt weltweit etwa 12 verschiedene Arten. In Europa findet man die Rosskastanie vor allem in Parks oder als Bestand in Alleen. Die Rosskastanie ist nicht mit der Edelkastanie verwandt, obwohl eine Namensgleichheit besteht. Es handelt sich um Bäume oder Sträucher, die im Sommer grüne Blätter tragen, die einen gesägten Blattrand aufweisen.
Während in Europa nur eine einzige Art vorkommt, sind in Asien und Nordamerika zahlreiche Arten beheimatet. In der kugeligen Frucht der Rosskastanie befinden sich die Samen, die ebenfalls eine kugelige bis birnenförmige Form haben. Der Baum kann eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen und sogar bis zu 300 Jahre alt werden. In den ersten Jahren wächst der Baum sehr schnell, im fortgeschrittenen Alter kann der Stamm einen Durchmesser von bis zu einem Meter haben. Der Flachwurzler bildet ein weitreichendes und kräftiges Wurzelwerk aus, die Rinde der Rosskastanie verändert im Laufe der Zeit ihr Aussehen.
Von Mai bis Juni sind die weißen Blüten zu sehen, die in Form einer Kerze angeordnet sind. Wenn die Blüten befruchtungsfähig sind, haben sie einen gelben Fleck, der sich dann später rot verfärbt, und damit anzeigt, dass kein Blütenstaub und kein Nektar mehr vorhanden ist. Die Rosskastanie bevorzugt halbschattige bis sonnige Standorte mit möglichst frischem, tiefgründigem und stickstoffhaltigen Boden. Die Rosskastanie spielt in der Holzindustrie eine Rolle, und die Samen des Baumes werden zur Herstellung von Kosmetika und Farben verwendet.
Die Wirkstoffe der Rosskastanie spielen vor allem bei der Behandlung von Krampfadern eine Rolle
Bereits seit Jahrhunderten wird die Rosskastanie in der Naturheilkunde eingesetzt, und die Wirksamkeit konnte inzwischen auch wissenschaftlich bewiesen werden. Die Wirkstoffe werden vor allem in Salben verarbeitet, die bei Krampfadern oder schweren Beinen die Venen stärken sollen. Bei Problemen mit den Verdauungsorganen werden vor allem Tinkturen und Tees innerlich angewendet. Es gibt auch Hustenmittel, welche die Wirkstoffe der Rosskastanie beinhalten, da sie den Auswurf fördern können.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 18.08.2009; 17:46:29 Uhr