Die Schafgarbe enthält wertvolle ätherische Öle
Die Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblütler und wächst teilweise auch als Halbstrauch. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 80 Zentimetern erreichen und ist sehr ausdauernd und krautig. Die Basis der Schafgarbe ist ein Rhizom, aus welchem im Frühling eine Blattrosette hervorkommt. Aus dieser sprießt dann der Stängel empor, der zwischen Mai und Juni die kleinen, meist weißen Blüten der Pflanze trägt. Die Schafgarbe kommt in ganz Europa vor, ist jedoch auch in einige Gebieten Eurasiens vertreten. Die Pflanze bevorzugt einen stickstoffhaltigen Boden und ist an Wegrändern, auf Wiesen und Weiden zu finden. Obwohl die Pflanze noch nicht komplett erforscht ist, wird sie grob in zwei Unterarten, nämlich die Gewöhnliche Schafgarbe und die Sudeten- Schafgarbe eingeteilt.
In der Naturheilkunde ist die Schafgarbe vor allem wegen ihrer blutstillenden Eigenschaft bekannt, was ihr auch die Beinamen Wundkraut und Blutstillkraut eingebracht hat. Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pflanze sind neben den ätherischen Ölen noch Flavonoide, Salicylsäure, Gerbstoffe, Alkaloide, Polyine, Cumarine und Triterpene. Der lateinische Name der Pflanze, Achillea millefolium, lässt sich so erklären, dass bereits der Held Achilles im Trojanischen Krieg die Schafgarbe zur Blutstillung bei Wunden verwendet hat. Auch heute wird sie in der Naturheilkunde noch äußerlich zur Behandlung von Wunden, Schuppenflechte oder Geschwüren eingesetzt. In der Regel verwendet man dazu Tee oder eine Tinktur und führt damit Bäder oder Waschungen durch.
Bereits im Trojanischen Krieg wurde die Schafgarbe zur Blutstillung eingesetzt
Den frisch gepressten Saft der Schafgarbe kann man auch einnehmen, indem man einen Teelöffel in einem Glas Wasser auflöst, und dieses Getränk dann dreimal täglich zu sich nimmt. Da die Schafgarbe sich so positiv auf die Haut auswirkt, ist sie auch in verschiedenen Cremes und Salben enthalten. Aus der Schafgarbe kann auch ätherisches Öl gewonnen werden, welches jedoch äußerst teuer ist. Es kann für Kompressen, Sitzbäder und Massagen verwendet werden, und kann zum Beispiel, auf Stirn und Nacken aufgetragen, Kopfschmerzen lindern. Menschen mit einer Allergieneigung sollten bei der Anwendung aufpassen, da sich eventuell ein Ausschlag ausbilden könnte.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 18.08.2009; 21:07:53 Uhr