Die Schlüsselblume kommt vor allem bei Atemwegserkrankungen zum Einsatz
Die Schlüsselblume gehört zur Familie der Primelgewächse und wird zwischen 10 und 30 Zentimeter hoch. In der Regel ist die ausdauernde, robuste Pflanze in kleineren Gruppen zu finden, wo sie dank eines kräftigen Rhizoms auch überwintert. Die Schlüsselblume bevorzugt einen kalkhaltigen Boden und kommt in den meisten Teilen Europas und Vorderasiens vor. Sie gedeiht an Waldrändern, auf trockenen Wiesen oder in Wäldern.
Charakteristisch für die Schlüsselblume sind die dottergelben Blüten, die einen starken Duft verströmen und zwischen April und Juni zu sehen sind. Bis zu 20 Blüten schließen sich zu einer hängenden Dolde zusammen und bilden den Abschluss des behaarten Stängels. Die Blätter der Pflanze sind runzlig und sind an der Unterseite teilweise behaart. Der Blattrand ist ungleichmäßig gezähnt und kann sich bei jungen Pflanzen nach unten einrollen. Da die Schlüsselblume in der freien Natur nur noch selten vorkommt, wurde sie inzwischen unter Naturschutz gestellt und darf nicht gepflückt werden. Es ist jedoch auch möglich, die Pflanze selbst im Garten anzubauen, um sie dann zu ernten. Außerdem erhält man die Extrakte der Schlüsselblume auch in der Apotheke, oder man kauft sich fertige Präparate.
Die Schlüsselblume kann auch bei Nervosität und Einschlafstörungen helfen
Ein weiteres Einsatzgebiet sind Beschwerden mit dem Nervensystem, da der Tee eine beruhigende Wirkung hat und das Einschlafen fördern kann. Die Wirkstoffe der Schlüsselblume können auch ein schwaches Herz kräftigen und Wassereinlagerungen in den Füßen vermeiden. Vielfach werden Schlüsselblumen-Präparate zur Vorbeugung eines Schlaganfalles eingesetzt, oder zur begleitenden Behandlung einer Entzündung des Herzmuskels. Die Schlüsselblumen-Tinktur findet Anwendung bei Neuralgien, Schwindel oder auch bei Migräne. Einen Badezusatz kann man verwenden, wenn man unter Gliederschmerzen leidet, oder man behandelt Prellungen mit einem entsprechenden Umschlag. Während der Schwangerschaft muss man unbedingt auf die Anwendung verzichten, da die Präparate eventuell Durchfall und Erbrechen auslösen können.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 18.08.2009; 21:22:10 Uhr