Schöllkraut wird schon lange zur Behandlung von Warzen eingesetzt
Das Schöllkraut gehört zur Familie der Mohngewächse und kann eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern erreichen. Ursprünglich stammt es auch Asien und den wärmeren Gebieten Europas, wurde jedoch von Siedlern auch nach Nordamerika gebracht. Die krautige Pflanze kann ein Alter von zwei oder mehr Jahren erreichen und entspringt aus einem ästigen Rhizom. Die grün-grauen Blätter verfügen über eine wasserabweisende Beschichtung, sind buchtig eingekerbt und an der Unterseite leicht behaart. Zwischen Mai und Oktober zeigen sich die etwa zwei Zentimeter großen, gelben Blüten,
In den Blättern und den Stängeln des Schöllkrautes wird ein gelblicher Milchsaft gebildet, der giftig und scharf ist. Die Giftigkeit der Pflanze ist auf 10 verschiedene Alkaloide zurückzuführen. Wenn Pflanzenteile verschluckt werden, kann dies zu schweren Reizungen im Bereich von Magen und Darm führen. In sehr schlimmen Fällen kann eine Vergiftung sogar zum Tode führen.
In der Volksmedizin wurde der Saft des Schöllkrautes sehr lange benutzt, um Warzen damit zu behandeln. Der Saft besitzt eine antivirale Wirkung, so dass die Warze abheilen kann. Im Schöllkraut sind auch Bitterstoffe, Alkaloide und Flavone enthalten, die vor allem eine positive Wirkung auf die Galle und die Leber haben. So kann das Schöllkraut zum Beispiel in Form von Tee innerlich angewendet werden und somit einen Einfluss auf den Gallenfluss und die Leberfunktion nehmen. Da das Schöllkraut mit dem Schlafmohn verwandt ist, besitzt es auch eine beruhigende und krampflösende Eigenschaft. Darüberhinaus wird das Schöllkraut auch bei Gallengries, Leberschwellungen, Rheuma, Gallenblasenentzündungen, Gicht und Gelbsucht eingesetzt.
Da Schöllkraut giftig ist, muss bei der Dosierung aufgepasst werden
Man kann auch den Tee oder den verdünnten Saft äußerlich zur Behandlung von Geschwüren, Ekzemen und anderen Hauterkrankheiten verwenden. Da die Pflanze giftig ist, müssen Schöllkraut-Präparate immer vorsichtig dosiert werden, wobei die im Handel erhältlichen Produkte immer sehr niedrig im Wirkstoffgehalt sind. Lediglich wenn man sich Tinkturen oder Säfte selbst herstellt, muss man genau aufpassen, damit auch die Haut nicht zu stark gereizt wird.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 24.08.2009; 11:42:34 Uhr