Der Sonnenhut ist eher unter seinem wissenschaftlichen Namen Echinacea bekannt
Der Sonnenhut gehört zur Familie der Korbblütler und ist vor allem auch unter seinem wissenschaftlichen Namen Echinacea bekannt. Die krautige Pflanze kam früher ausschließlich in den zentralen und östlichen Gebieten von Nordamerika vor, wird inzwischen jedoch auch in weiten Teilen Europas angebaut. Man kann ihn auch im heimischen Garten kultivieren, wo er einen trockenen, sandigen Boden bevorzugt. Der Sonnenhut kann eine Höhe von bis zu 140 Zentimetern erreichen und besitzt sehr aufrechte Stängel, teilweise mit Behaarung. Auch das Aussehen der Blattränder und -oberflächen kann je nach Sorte stark variieren.
Die Blütenstände sind köpfchenförmig und haben die typischen stachelspitzigen Spreublätter, welche die Röhrenblüten auffällig überragen. Man unterscheidet eine Vielzahl von Sorten, wobei für die Medizin nur der Purpur-Sonnenhut, der Blassfarbene Sonnenhut und der Schmalblättrige Sonnenhut von Bedeutung sind. Bereits die Indianer in Nordamerika wussten um die Heilkräfte des Echinacea und setzten ihn zur Behandlung von Mandelentzündungen, Halsschmerzen und Husten ein.
Lange Zeit wurde dem Sonnenhut ein posiviter Effekt auf das menschliche Immunsystem nachgesagt, weshalb entsprechende Präparate gerne zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten in der kalten Jahreszeit eingenommen wurden. Inzwischen ist die Wirksamkeit teilweise umstritten, weil in einigen Studien keine Wirksamkeit nachgewiesen werden konnte. Dabei scheint es so zu sein, dass die Viren durch die Inhaltsstoffe nicht abgetötet, sondern am Eindringen in die Körperzellen gehindert werden. Darüberhinaus werden noch einige körpereigene Stoffe freigesetzt, welche das Immunsystem ebenfalls in seiner Wirkung unterstützen können.
Präparate aus Sonnenhut sollen das menschliche Immunsytem stärken
Neben der Darreichungsform als Tabletten oder Kapseln gibt es auch Tinkturen, Säfte oder Tees. Auch äußerlich kann der Sonnenhut zur Anwendung kommen, zum Beispiel bei schlecht heilenden Wunden. Neben ätherischen Ölen enthält die Pflanze auch Inulin, Vitamin C, Harzstoffe, Betain, Fermente, Pentosan, Laevulose und Echinacosid. Das Kraut kann im Juni geerntet werden, die Wurzeln, aus welchen der Saft gewonnen wird, dagegen im Oktober und von März bis April. Für die äußerliche Anwendung bietet sich vor allem eine Tinktur an, während man innerlich sowohl die Tinktur als auch Tabletten verwenden kann.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 24.08.2009; 13:21:14 Uhr