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Süssholz enthält cortison-ähnliche Substanzen

Das Süssholz gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler, wobei es weltweit etwa 20 bis 30 verschiedene Arten davon gibt. Beheimatet ist die Pflanze in Australien, Asien, Amerika und in den Gebieten rund ums Mittelmeer. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 150 Zentimetern erreichen und verfügt über unpaarig gefiederte Laubblätter. Meistens ist die Unterseite der Blätter etwas klebrig, der enorme Wurzelstock des Süssholzes bildet sehr lange Ausläufer. Im frühen Sommer erscheinen dann die blauen bis lila-farbenen Schmetterlingsblüten.

 

Aus den Blüten gehen dann die Früchte des Süssholzes hervor, bei denen es sich um längliche Schoten handelt. Das Süßholz kann auch im eigenen Garten kultiviert werden, wobei auf einen lehmigen, feuchten Boden mit genügend Nährstoffen zu achten ist. Das Süssholz ist eine winterharte Pflanze, die allerdings recht langsam wächst, so dass die Wurzeln frühestens nach drei Jahren geerntet werden können.

 

In der Naturheilkunde werden ausschließlich die getrockneten Wurzeln der Pflanze verwendet. Die positive Wirkung der Süssholz-Wurzeln auf den menschlichen Organismus ist schon sehr lange bekannt, denn schon die Römer in der Antike und die alten Ägypter nutzten sie als Heilpflanze. Auch in vielen Medizinbüchern aus dem Mittelalter werden die Heilkräfte des Süssholzes erwähnt. Der Hauptwirkstoff der Wurzel ist ein Saponin, darüberhinaus enthält sie Cumarine, Isoflavonoide, Chalkone, Phytostereole und Flavonoide. Ein weiterer Bestandteil der Süssholz-Wurzel ist das Glycyrrhizin, ein Stoff, der um ein Vielfaches süßer ist als Zucker. Deshalb wird es gerne verschiedenen Arzneimitteln zur Geschmacksverbesserung zugesetzt und auch in Softdrinks und Bier verarbeitet.

Die Süssholzwurzel hat einen positiven Effekt auf die Atemwege und den Verdauungstrakt


In der heutigen Naturheilkunde wird das Süssholz bei ganz verschiedenen Beschwerden eingesetzt, wobei es auch Substanzen enthält, die dem Cortison sehr ähneln. Die Süssholzwurzel sollte allerdings niemals über einen Zeitraum von länger als vier bis sechs Wochen und auch nicht hochdosiert angewendet werden. Auch Menschen mit hohem Blutdruck sollten auf eine Anwendung unbedingt verzichten. Während der Anwendung sollte man außerdem auf eine ausreichende Zufuhr von Kalium achten. Die Süssholzwurzel wird auch als Lakritzwurzel bezeichnet, da aus dem Wurzelsaft Lakritze hergestellt wird.

 

Da die Süssholzwurzel einen positiven Effekt auf die Verdauungsorgane und die Atemwege hat, wird ein entsprechender Tee vor allem bei Bronchitis, Magenbeschwerden, Verstopfung, Husten sowie Magen- und Darmgeschwüren verabreicht. In manchen Fällen kann bei Magengeschwüren oder einem Kater nach reichlichem Alkoholgenuss auch das Kauen von Wurzelstücken die Beschwerden lindern. Durch seine cortison-ähnlichen Inhaltsstoffe wirkt die Süssholzwurzel entzündungshemmend und zusätzlich schmerzstillend.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  24.08.2009; 13:44:59 Uhr



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