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Taubnessel als Heilpflanze


Die Taubnessel gehört zur Familie der Lippenblütler, es gibt rund 30 verschiedene Arten dieser Pflanze. Wie der Name bereits vermuten lässt, hat die Taubnessel keine Brennhaare, so dass sie nicht mit der gewöhnlichen Brennnessel zu vergleichen ist, obwohl die Form der Blätter sehr ähnlich ist. Die mehrjährige Pflanze, die vor allem an Wiesen- und Wegrändern zu finden ist, kann eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern erreichen und blüht zwischen April und Oktober. In dieser Zeit erscheinen die weißen Blüten, die durch zwei Lippen charakterisiert sind. Allerdings bringt die winterharte Taubnessel erst im zweiten oder dritten Jahr die ersten Blüten hervor.

 

Die Pflanze gedeiht am besten auf stickstoffhaltigem Untergrund und ist sowohl in Nordasien als auch in ganz Europa beheimatet. Die Weiße Taubnessel dient den Honigbienen als optimaler Lieferant von Nektar, dennoch wird die Bestäubung überwiegend durch Hummeln vorgenommen. Die noch jungen Triebe der Taubnessel wurden früher gerne als Gemüse verzehrt. Es gibt nicht nur die Weiße Taubnessel, sondern viele verschiedene Arten, mit unterschiedlich gefärbten Blüten.

 

Die Wirkung der Taubnessel

Bereits seit langer Zeit spielt die Taubnessel auch in der Volksmedizin eine sehr wichtige Rolle. Sie enthält neben Iridoidglykosiden vor allem auch Saponine, Gerbstoffe, Histamin, Thyramin, ätherische Öle und Schleimstoffe. Deshalb wird die Taubnessel vor allem als auswurfförderndes Mittel eingesetzt, zum Beispiel bei Erkrankungen der Atemwege. Da die Pflanze auch über eine leicht harntreibende Eigenschaft verfügt, kann sie auch zur Blutreinigung verwendet werden. In Tierversuchen konnte auch eine entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen werden, die man sich vor allem bei der Behandlung im Mund- und Rachenraum zunutze macht. Wenn man die Pflanze abkocht, kann man Umschläge gegen Hautschwellungen, Krampfadern, Gichtknoten, Ekzeme, schlecht heilende Wunden, Furunkel und Beulen machen.


Sehr gerne wird die Taubnessel auch in der Frauenheilkunde eingesetzt, wo sie in erster Linie zur Behandlung von Weißfluss geeignet ist, solange es sich nicht um eine Pilzinfektion handelt. Zu diesem Zweck kann ein Tee aufgebrüht werden, den man sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden kann. Auch bei Beschwerden in den Wechseljahren oder bei Schmerzen während der Menstruation kann ein Taubnessel-Tee die Problematik lindern. Es wird der Taubnessel auch nachgesagt, dass sie die Blutung regulieren kann, indem sie zu schwache verstärkt und starke Blutungen etwas abschwächt. Der Tee wird auch gerne bei einer Verschleimung der Atemwege eingesetzt und auch bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen. Die Blüten der Taubnessel haben eine sehr sanfte Wirkung und können auch bei Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sehr hilfreich sein.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  15.09.2009; 15:25:37 Uhr



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