Das Tausendgüldenkraut wirkt sich positiv auf die Verdauung aus
Das Tausendgüldenkraut gehört zur Familie der Enziangewächse und kann eine Höhe von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Die krautige Pflanze kann ein- oder zweijährig sein und wächst aus einer Rosette empor. Der Stängel des Tausendgüldenkrautes ist hohl, und die Blätter sind kreuzgegenständig daran angeordnet. Zwischen Juni und September sind dann die schönen Blütenstände zu sehen, die meistens rosa, und ganz selten weißlich, sind. Die Blüten, die jeweils aus fünf Blütenblättern bestehen, haben eine Besonderheit, denn sie öffnen sich lediglich bei Sonnenschein.
Die Pflanze gedeiht in weiten Teilen Europas, benötigt jedoch genügend Wärme zum Wachsen. In Nordamerika sind auch einige Arten des Tausendgüldenkrautes beheimatet, die jedoch nicht in Europa zu finden sind. In Mitteleuropa sind neben dem Echten Tausendgüldenkraut auch das Kleine Tausendgüldenkraut, das Kopfige Tausendgüldenkraut und das Strand-Tausendgüldenkraut heimisch. Die Pflanze enthält neben den ätherischen Ölen noch Bitterstoffe, Flavonoide, Glykoside, Xanthone und Valeriansäure. Da das Tausendgüldenkraut in Deutschland unter Naturschutz steht, darf es in der freien Natur nicht gepflückt werden.
Im Tausendgüldenkraut sind extrem viele Bitterstoffe enthalten
Das Kraut kann den Appetit anregen, auf der anderen Seite kann es Patienten auch beim Abnehmen unterstützen, was wohl daran liegt, dass die Verdauungsorgane gestärkt werden. Es wird auch gerne bei Magenschmerzen und einer chronischen Magenschleimhautentzündung eingesetzt, allerdings darf es bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür nicht verwendet werden. In Verbindung mit Wermut kann das Tausendgüldenkraut sogar die Bauchspeicheldrüse stärken, so dass bei Diabetes eine begleitende Therapie damit erfolgen kann. Da das Tausendgüldenkraut einen extrem bitteren Geschmack hat, es ist schließlich mit dem Enzian verwandt, wird es meistens in einer Teemischung angeboten, so dass der Geschmack etwas angenehmer ist. Aüßerlich kann man durch Bäder, Umschläge oder Waschungen entweder Ekzeme oder Wunden behandeln.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 24.08.2009; 13:51:17 Uhr