Teebaum - Verwendung vorwiegend als Öl
Der Teebaum ist in Australien beheimatet, wo die Einwohner die Blätter schon seit langer Zeit zur Zubereitung eines Tees verwenden, was dem kleinen Baum auch seinen Namen eingebracht hat. Im 18. Jahrhundert entdeckte der Seefahrer James Cook diese Pflanze, später wurde sogar Bier aus den Blättern des Teebaums gebraut. Der Teebaum gehört zur Familie der Myrtengewächse und enthält neben einem großen Anteil an ätherischen Ölen noch Cineol und Terpine. Der dürre Baum, der eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen kann, ist in Australien vor allem in Sumpfgebieten zu finden. Die schmalen Blätter sind hellgrün und besitzen mehrere Drüsen, aus denen die ätherischen Öle abgesondert werden. Der Baum bringt nur sehr kleine Blüten hervor, die entweder cremefarben oder gelblich sind.
In der Naturheilkunde hat das Teebaum-Öl einen sehr hohen Stellenwert und fast jeder kennt die entsprechenden Präparate, die man auch in Drogerien und Supermärkten kaufen kann. Das Öl kann allerdings sehr scharf sein, so dass sich in den meisten Fällen eine verdünnte Anwendung empfiehlt. Menschen mit weniger empfindlicher Haut können das unverdünnte Öl zur Behandlung von Herpes, Verbrennungen, Schnitten, Fußpilz oder Insektenstichen verwenden. Zur innerlichen Anwendung werden fünf Tropfen des Öles in ein Glas Wasser gegeben, womit dann anschließend gegurgelt und der Mund gespült werden kann. Dies kann die Beschwerden bei Zahnfleischentzündungen, Halsschmerzen oder Geschwüren im Mundraum lindern.
Taubnessel für Ihre Gesundheit
Äußerlich ist auch eine Anwendung als Kompresse bei Furunkeln oder Abszessen zu empfehlen. Bei Hautunreinheiten oder Erkältungskrankheiten kann ein Dampfbad die Beschwerden sehr gut lindern. Dazu werden fünf Tropfen Teebaum-Öl in eine Schüssel mit kochendem Wasser gegeben, der Betroffene hält seinen Kopf über die Schüssel und deckt noch ein Handtuch darüber, so dass die Dämpfe intensiv wirken können. Die Maßnahme kann die Nase frei machen, beim Abhusten des Bronchialschleimes helfen und Entzündungen der Nasennebenhöhlen lindern.
Wenn man etwa 50 Tropfen des Teebaum-Öles in 100 ml Mandelöl gibt, erhält man ein tolles Massageöl, das bei Sonnenbrand, Muskelschmerzen, Juckreiz und entzündeter Haut für Linderung sorgen kann. Häufig wird das Öl des Teebaumes auch in Salben oder Cremes verarbeitet, welche dann zum Beispiel zur Behandlung von Akne eingesetzt werden können. Wer die Möglichkeit hat, an frische Blätter des Baumes heranzukommen, der kann sich einen Tee zubereiten, welcher der Stärkung des Immunsystemes dient. Gerade in der Dermatologie macht man sich die antibakterielle und virentötenden Eigenschaften des Teebaum-Öles zunutze, das Öl ist auch in vielen Badezusätzen, Shampoos, Seifen und Zahnpasta enthalten.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 15.09.2009; 15:38:28 Uhr