Teufelskralle und Behandlung von Gelenkbeschwerden
Bei der Teufelskralle handelt es sich um eine Pflanze, die in Afrika heimisch ist, und die ihren Namen wegen der außergewöhnlichen Form ihrer Früchte erhalten hat. Die Pflanze lässt sich nur schwer außerhalb Afrikas kultivieren, da sie dieses heisse Klima zum Gedeihen benötigt. Sie wächst auf sandigem Boden und ist vor allem in Namibia und Südafrika zu finden. Aus der kräftigen Hauptwurzel werden zahlreiche knollige Wurzeln gebildet, die einige wertvolle Stoffe beinhalten. Deshalb sind gerade diese Wurzeln in der Naturheilkunde von großer Bedeutung. Da der Bestand der Pflanze inzwischen stark zurückgegangen ist, da sie fast überwiegend wild geerntet wird, werden inzwischen auch häufig die Hauptwurzeln für medizinische Zwecke genutzt, sie enthalten jedoch wesentlich weniger Wirkstoffe. Leider geht der Bestand dadurch noch mehr zurück, da die Teufelskralle ohne die Hauptwurzel nicht mehr weiter wachsen kann.
Die Teufelskralle ist eine mehrjährige Pflanze, die eine Länge von bis zu einem Meter erreichen kann. Zuerst bilden sich während der Regenzeit Triebe aus, an denen dann später große, rötliche Blüten erscheinen. Aus diesen Blüten wachsen dann die Früchte der Teufelskralle, welche der Pflanze zu ihrem Namen verholfen haben. Auch in Europa sind zwei Pflanzen beheimatet, welche den Namen „Teufelskralle" tragen, doch gehören diese zur Familie der Glockenblumengewächse. In der Naturheilkunde kommt die Teufelskralle entweder als Tee, in Form von Fertigpräparaten oder auch als Tinktur zum Einsatz. Der Tee ist allerdings weniger beliebt, da er sehr bitter schmeckt, so dass die meisten Menschen die Kapselform bevorzugen.
Teufelskralle als wirksames Medikament
Die Teufelskralle ist ein stark wirksames Arzneimittel, so dass man entsprechende Präparate nicht länger als sechs Wochen am Stück anwenden sollte. Auf diese Weise gewöhnt sich der Körper nicht an die Wirkstoffe, und sie können ihre volle Wirkung entfalten. Die Tinktur kann entweder pur oder etwas verdünnt zur innerlichen Anwendung benutzt werden. In erster Linie werden Teufelskralle-Präparate zur Behandlung von Gelenkbeschwerden eingesetzt, vor allem bei Arthrose und Beschwerden des rheumatischen Formkreises.
Der Teufelskralle wird auch eine blutverdünnende Wirkung nachgesagt, so dass sie unter Umständen auch zur Behandlung von Arteriosklerose eingesetzt werden kann. Allerdings muss die Blutgerinnung im Auge behalten werden, damit es nicht zu starken Blutungen kommt. Weitere Anwendungsgebiete können Beschwerden mit den Harnorganen, der Verdauung oder des Leber-Galle-Traktes sein. Äußerlich werden Cremes mit Teufelskralle-Extrakten zur Behandlung von Ekzemen und Schuppenflechte erfolgreich eingesetzt, auch die Wundheilung kann damit gefördert werden. Bevor entsprechende Präparate in der Schwangerschaft angewendet werden, sollte unbedingt Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 15.09.2009; 15:45:49 Uhr