Traubensilberkerze
Die Traubensilberkerze gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und stammt ursprünglich aus dem Osten und Norden der USA und aus Kanada. In Deutschland ist die Pflanze auch als Schwindsuchtwurzel, Silberkerze, Frauenwurzel, Wanzenkraut, Klapperschlangenkraut, Traubenförmige Schwarzwurz oder Christophskraut bekannt.
Die Staude kann eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen und hat sehr aufrechte Stängel an denen sich zwischen Juni und September Trauben mit weißlichen, kleinen Blüten bilden. Diese verströmen nicht gerade einen angenehmen Duft, was der Pflanze auch den Namen Wanzenkraut eingebracht hat, da Wanzen dadurch vertrieben werden. Die kräftige Staude bevorzugt einen schattigen Standort, weshalb sie vor allem in Wäldern zu finden ist. Medizinisch von Bedeutung ist die Wurzel der Traubensilberkerze, die jedoch erst nach zwei bis drei Jahren geerntet werden sollte. Sie enthält unter anderem Isoflavone, Bitter- und Gerbstoffe, Glykoside, ätherische Öle, Salicylsäure und Phytosterin.
Traubensilberkerze und deren Wirkung auf die Gesundheit
Auch in anderen Organen können die Inhaltsstoffe der Traubensilberkerze ihre krampflösende und entzündungshemmende Wirkung entfalten, so dass auch Gallenkolliken, Magenkrämpfe, Migräne, Rückenschmerzen oder nervöse Herzbeschwerden damit behandelt werden können. Die Wirkstoffe der Traubensilberkerze sind sehr stark, so dass man von einer Dauerbehandlung unbedingt absehen sollte. Nach maximal sechs Wochen sollte eine längere Pause eingelegt werden, damit die Wirkung der Extrakte nicht nachlässt, weil ein Gewöhnungseffekt entsteht. Eine Tinktur kann man selbst herstellen, indem man die Wurzel mit Weingeist oder Doppelkorn für zwei bis sechs Wochen in einem Schraubglas aufbewahrt. Die Tinktur kann dann entweder pur oder etwas mit Wasser verdünnt eingenommen werden.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 15.09.2009; 16:04:53 Uhr