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Die Weide in der Heilkunde und Medizin

Von der Weide gibt es weltweit mehr als 400 verschiedene Arten, wovon auch viele bei uns in Mitteleuropa vorkommen. Der Weidenbaum gedeiht am besten auf einem feuchten Boden kommt aber in ganz unterschiedlichen Klimazonen vor. Die Weide wächst entweder als Strauch, als Zwergstrauch oder als Baum, der dann durchaus eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen kann. Die Bäume wachsen recht schnell, haben jedoch keine allzu hohe Lebenserwartung, die Zwergsträucher werden teilweise nur wenige Zentimeter hoch.

 

Aufgrund ihrer stark verzweigten und kräftigen Wurzeln sind die Weiden in der Lage, das Erdreich zu festigen. Die Blätter der Pflanzen sind sehr unterschiedlich geformt, und auch die Blütezeiten unterscheiden sich teilweise voneinander. Die Blüten erscheinen als flaumige Kätzchen, wobei es sowohl weibliche als auch männliche Exemplare gibt, die dann wahlweise Staubbeutel oder Narben enthalten. Jede Blüte verfügt über zwei Nektardrüsen, so dass die Weiden gerne von honigsammelnden Insekten angeflogen werden. Die Zweige der jungen Bäume sind enorm flexibel und biegsam, so dass sie auch gerne zum Korbflechten verwendet werden.

 

 

Weide wirkt entzündungshemmend und fiebersenkend


In der Naturheilkunde werden vor allem die Blätter und die Rinde der Weide verarbeitet, in der Regel werden die Wirkstoffe in Form eines Tees aufgenommen. Meistens handelt es sich um einen Weidenrinden-Tee, von dem man am Tag ein bis drei Tassen zu sich nimmt. Man kann auch eine Tinktur selbst herstellen, indem man Weidenrinde für zwei bis sechs Wochen in Weingeist oder Doppelkorn einlegt. Die Tinktur kann dann wahlweise pur oder mit Wasser verdünnt eingenommen werden. Der wichtigste Wirkstoff der Weide ist das Salicin, das eine fiebersenkende und schmerzstillende Wirkung hat. Die synthetische Form dieses Wirkstoffes ist bis heute auch in dem Schmerzmittel Aspirin enthalten. Bereits sehr früh erkannten die Menschen die Heilkräfte der Weide und tranken Weidenrindentee, um Schmerzen zu lindern und Fieber zu bekämpfen.

 

Der Pflanze wird auch eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, so dass auch ein Einsatz bei rheumatischen Erkrankungen oder anderen Entzündungen Sinn machen kann. Der Tee oder die Tinktur werden auch häufig äußerlich angewendet und zwar in Form von Bädern, Waschungen oder Umschlägen. Die in den Pflanzenteilen enthaltene Salizylsäure ist in der Lage, verhärtete Hautstellen aufzuweichen, so dass sich eine Anwendung auch bei Hühneraugen oder Verhornungen empfiehlt. Wenn man Warzen damit behandeln möchte, dann muss die Anwendung in der Regel sehr häufig wiederholt werden, der Erfolg stellt sich auch nicht immer ein. Auch in der Bachblüten-Therapie kommt die Weide in Form der Essenz „Willow" vor, sie soll die Selbstverantwortung des Patienten stärken.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  18.09.2009; 13:57:59 Uhr





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