Weidenröschen in der Pflanzenheilkunde
Das Weidenröschen gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse und kommt vor allem in Teilen von Mitteleuropa und Nordamerika vor. Weltweit gibt es fast 200 verschiedene Sorten mit verschiedenen Blütenfarben, hauptsächlich in rosa, rot oder weiß. Es gibt ein- oder mehrjährige Varianten, die vor allem in Gärten, auf Waldlichtungen, in Auwäldern oder an Flußufern zu finden sind. Dicht am Boden bildet die Pflanze anfangs eine Rosette aus, aus welcher dann ein bis zu 60 Zentimeter hoher Stängel wächst. Die kleinen Blüten, welche in Traubenform wachsen, verfügen über vier Blütenblätter und erscheinen etwa ab Juli.
In vielen heimischen Gärten wird das Weidenröschen immer noch als Unkraut angesehen und deshalb vernichtet. Die Frucht des Weidenröschens ist eine schotenähnliche Kapsel, in welcher sich die Samen in Form von Schirmchenfliegern befinden. Das Weidenröschen gedeiht am besten auf einem nährstoffreichen und feuchten Boden. Ihren Namen hat die Pflanze zum einen daher, dass die Blüten denen einer Rose gleichen und zum anderen weil die Blätter denen einer Weide ähneln. Man unterscheidet zwischen dem kleinblütigen und dem großblütigen Weidenröschen, wobei vor allem das kleinblütige in der Medizin eine Rolle spielt.
Weidenröschen Anwendungen bei Prostataproblemen
Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Weidenröschens sind Flavonoide, Tannine und Beta-Sitosterin, denen einen entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung nachgesagt wird. Auch bei Erkrankungen der Harnwege kann eine Anwendung entsprechender Präparate hilfreich sein, so zum Beispiel bei einer Blasenentzündung. Eingenommen wird das Weidenröschen fast ausschließlich in Form eines Tees, wozu man etwa einen Teelöffel des Krautes mit einem viertel Liter kochendem Wasser aufbrüht und ihn anschließend rund fünf Minuten ziehen lässt. Auch heute werden die Blätter der Pflanze in einigen Gegenden der Erde noch als Ersatz für Schwarztee verwendet.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 18.09.2009; 14:07:21 Uhr