Weissdorn in der Medizin
Der Weißdorn gehört zur Familie der Rosengewächse, wobei es bis zu 300 verschiedene Arten gibt, die allesamt auf der Nordhalbkugel beheimatet sind. Vor allem in den gemäßigten Klimazonen von Nordamerika sind zahlreiche Sorten des Weissdornes zu finden. In Deutschland kommen nur drei verschiedene Sorten vor, in ganz Europa können rund 22 Arten unterschieden werden. Es ist für einen Laien schwierig, diese zu unterscheiden, da auch zahlreiche Bastarde der Pflanze vorkommen. Der Weissdorn wächst entweder als Strauch oder kleiner Baum häufig in Gebüschen oder Wäldern, sie werden aber auch gerne in Parks oder Gärten angepflanzt.
Im Sommer trägt der Weissdorn grüne Blätter, die Pflanze ist dicht verzweigt und verfügt über Dornen. Während die Rinde bei jungen Bäumen noch glatt ist, bekommt sie im Alter zunehmend Risse und wird rauh. Die Blätter des Strauches sind tief eingeschnitten, es gibt keine Blätter, die einen glatten Rand aufweisen. In der Regel sind die Blüten weiß, es gibt jedoch auch rosa-farbene und rötliche Blütenstände, welche in Dolden angeordnet sind.
Der Weissdorn bringt kleine Apfelfrüchte hervor, die normalerweise rot oder orange sind, bei einigen Sorten jedoch auch schwarz, gelb oder blau. Das Fruchtfleisch ist selten saftig, und die Früchte enthalten ein bis fünf Steinkerne. Die Früchte der Pflanze kann man auch roh essen, sie haben einen leicht säuerlichen Geschmack. Häufig wird daraus Gelee oder Kompott hergestellt, oder sie werden zu Sirup oder Saft verarbeitet. Früher dienten die Kerne des Weissdorns in einigen Ländern auch als Kaffee-Ersatz.
Weissdorn in der Behandlung von Herzschwäche
Bereits seit dem ersten Jahrhundert sind die Heilkräfte des Weissdornes bekannt, denn bereits ein griechischer Arzt wendete entsprechende Präparate zu dieser Zeit an. Ebenso fand der Weissdorn bei einigen Indianerstämmen in Amerika Anwendung und ist auch ein fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. In der Naturheilkunde finden sowohl die Blätter als auch die Früchte Verwendung, in der Regel in Form einer Tinktur oder eines Tees.
Der Weissdorn enthält unter anderem einen besonderen Stoff, der sich besonders gut auf eine Herzschwäche auswirkt. Bereits in den 90er Jahren konnten Wissenschaftler diese Wirkung in einigen Studien nachweisen. Wichtige Inhaltsstoffe der Pflanze sind vor allem Flavonoide und Pyocyanidine, die in der Lage sind, die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern und die Leistung des Herzens zu verbessern. Auf diese Weise kann auch der Blutdruck sanft reguliert werden. In eher geringer Menge sind diese Stoffe auch in den Früchten der Pflanze zu finden, diese finden vor allem in der Homöopathie Anwendung.
Vor allem bei älteren Patienten macht eine langfristige Behandlung mit Weissdorn-Präparaten Sinn, da sie den Organismus nicht unnötig belasten. Weissdorn hat sich bisher auch gut bewährt, wenn jemand unter nervösen Herzbeschwerden leidet, oder bei Ausdauersportlern. Beim Weissdorn ist es vor allem wichtig, dass man die Präparate über einen langen Zeitraum und in ausreichender Dosierung zu sich nimmt, damit sich die volle Wirkung entfalten kann.
Heilpraktiker Felix Teske
Artikel wurde zuletzt geaendert am: 18.09.2009; 14:17:04 Uhr