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Wilder Yams in der Medizin

Die Yamswurzel ist vor allem in den Tropen beheimatet und bildet eine eigene Pflanzenfamilie. In Mitteleuropa kommen nur zwei Arten des Yams vor, nämlich die so genannte Balkan-Schmerwurz und die gewöhnliche Schmerwurz. Die essbare Wurzelknolle kann sich von Art zu Art in ihrer Form, Größe, Farbe aber auch in der Zusammensetzung der Inhaltsstoffe stark unterscheiden. Es handelt sich um mehrjährige Pflanzen, die über gestielte Laubblätter verfügen.

 

Die Yamswurzel wird in vielen Ländern als Nahrungsmittel angebaut, der leicht süßliche Geschmack erinnert an Kartoffeln oder Kastanien. Auch wenn sie sowohl vom Aussehen als auch vom Geschmack her sehr an die Süßkartoffel erinnert, so ist die Yamswurzel nicht mit ihr verwandt. Roh darf die Knolle allerdings auf keinen Fall verzehrt werden, da sie ansonsten toxisch wirkt. In Europa bekommt man den Yams kaum zu kaufen, dagegen wird er gerne in Afrika, der Karibik und Südamerika gegessen. Weltweit gibt es bis zu 800 verschiedene Yams-Arten, die in vielen Ländern vor allem als Lieferant von Stärke dienen.

 

Auch in der Naturheilkunde hat der Wilde Yams seinen festen Platz, hier vor allem in der Frauenheilkunde. Das liegt daran, dass der Yams ein besonderes pflanzliches Hormon, das so genannte Diosgenin, enthält, welches dem Progesteron sehr ähnelt. Dieses Phytohormon kann vor allem bei Beschwerden in den Wechseljahren oder während der Menstruation für Linderung sorgen. Die Wurzel der Pflanze enthält neben diesen Hormonen unter anderem noch wertvolle Vitamine, Mineralstoffe, Saponine, Eisen, Kupfer, Zink, Proteine, Mangan und Schwefel.

Wilder Yams bei Beschwerden in der Schwangerschaft


Obwohl manche die Anwendung bei Schwangerschaftserbrechen empfehlen, sollte man den Yams nicht während der Schwangerschaft anwenden, er kann allerdings die Geburt erleichtern. Was die Förderung der Fruchtbarkeit angeht, so gehen die Meinungen weit auseinander. Es hängt wohl vom eigenen Hormonspiegel und anderen Faktoren ab, ob die Yamswurzel eher die Fruchtbarkeit verbessert, oder sogar als sanftes Verhütungsmittel fungiert.

 

Wer die Möglichkeit hat, an eine getrocknete Wurzel zu kommen, der kann sich selbst einen Tee zubereiten oder eine Tinktur herstellen. Bei uns in Europa ist der Wilde Yams fast ausschließlich in Form von Fertigarzneimitteln erhältlich. Man kann auch eine Creme aus der Yamswurzel herstellen, die dann äußerlich aufgetragen einen Mangel an Progesteron ausgleichen kann. Der Wilde Yams kann jedoch nicht nur in der Frauenheilkunde zum Einsatz kommen, sondern auch bei nervösen Verdauungsbeschwerden, Koliken oder Asthma für Linderung sorgen.

 

 

Heilpraktiker Felix Teske




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Artikel wurde zuletzt geaendert am:  18.09.2009; 14:45:29 Uhr



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